Landrat heißt Hebammen im ehemaligen Krankenhaus willkommen

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Und weiter geht‘s mit der Belegung des Zentrums am Fürstengarten im ehemaligen Hechinger Krankenhaus. Am Montag wurde die neue Hebammenpraxis bezogen. Landrat Günther-Martin Pauli und Franziska Bantle (2. v. r.), die für das Landratsamt die Bauarbeiten begleitet, freuten sich mit den Hebammen Susanne Wolf (Mitte), Ulrike Beuter (2. v. l.) und Kursleiterin Annette Robertz (links).  Foto: 

Das sind Namen, die dem Landrat gefallen. „Lichtblick“ und „Gute Hoffnung“ heißen die beiden Hebammenpraxen, die am Montag im Funktionsanbau des ehemaligen Hechinger Krankenhauses ihre neuen, gemeinschaftlichen Räume bezogen. „So könnte man glatt auch die eine oder andere Abteilung im Landratsamt nennen“, scherzte Günther Martin-Pauli bei seinem Antrittsbesuch.

Der Einzug der Hebammen Gerlinde Hirsch, Ulrike Beuter und Monika Binder (bisher am Schloßberg) sowie Susanne Wolf und der Kursleiterin Annette Robertz (bisher in Jungingen) markiert den Auftakt für die Vollendung des dritten Bauabschnitts im Zentrum am Fürstengarten, das immer mehr zu einem interdisziplinären, medizinischen Kompetenzzentrum wird. „Die Sache wird immer runder“, freute sich Pauli. „Jeder zusätzliche Service stärkt das Gesamtkon­strukt.“

Und es kommen in naher Zukunft noch jede Menge weiterer Angebote hinzu: Direkt nach Ostern, am 18. April, wird das Sozialwerk Hechingen und Umgebung mit seiner Verwaltung dort einziehen, wo früher operiert wurde, und zusätzlich eine Tagespflege eröffnen. Gleichzeitig kommen die Therapeuten, die bisher in den Nebengebäuden ihr Domizil hatten: die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Ingeborg Simma-Endriß, die Ergotherapeutin Marion Kühnrich, die Psychotherapeutin Michael Kunze und der Psychotherapeut Hans-Peter
Blaicher.

Im Mai zieht dann das Gesundheitsamt von Balingen nach Hechingen um und belegt im ersten Stock des Hauptgebäudes auf rund 900 Quadratmetern Büros für 24 qualifizierte Mitarbeiter.

Wenn dieser dritte Bauabschnitt abgeschlossen sein wird, der allein 3,25 Millionen Euro kostet, wird der Landkreis insgesamt 11,25 Millionen Euro in die Nachnutzung des ehemaligen Hechinger Krankenhauses investiert und für die Ansiedlung von 225 Arbeitsplätzen in Verwaltung, medizinischer und medizinnaher Nutzung gesorgt haben. Und die Geschichte wird noch weitergehen: Die Apotheke, die derzeit noch im Container untergebracht ist, wird in einem vierten Bauabschnitt ins Hauptgebäude einziehen. Der Westflügel, in dem voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr hinein jugendliche Flüchtlinge wohnen, steht dann zum Abriss an und der Eingangsbereich zur einladenden Neugestaltung.

Doch das ist vorerst noch Zukunftsmusik. Am Montag galt das „herzlich Willkommen“ des Landrates erst mal den Hebammen und Geburtsvorbereiterinnen, die zuletzt Tag und Nacht gearbeitet haben, um ihre neue Gemeinschaftspraxis pünktlich beziehen zu können. Die neuen Räume und das gemeinschaftliche Arbeiten bieten ihnen nach eigenen Worten die Möglichkeit, ihre Angebotspalette zum Wohle der Schwangeren und der jungen Mütter auszuweiten und sich dabei gegenseitig noch effizienter zu vertreten. Was die Hebammen am Zentrum am Fürstengarten besonders schätzen, ist laut Ulrike Beuter und Annette Robertz das Interdisziplinäre. Die Frauenärztin Dr. Stefanie Wagner ist ebenso im Haus wie die Kinderärztin Dr. Rita Ziebach und etliche Therapeuten, mit denen sie zusammenarbeiten. Es entsteht am Hechinger Fürstengarten also ein medizinisches Zentrum der kurzen Wege.

Menschen werden Ende Mai im Zentrum am Fürstengarten arbeiten, wenn weitere Therapeuten, das Sozialwerk und das Gesundheitsamt ins ehemalige Klinikgebäude eingezogen sind.

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