Ohne Gewehr, aber mit Jacko!

Wenn einer eine Reise tut . . . beziehungsweise plant, dann kann er was erzählen. Das gilt zur Zeit im Besonderen für die Bürgergarde, die Mitte September nach New York fliegt - und an der Steubenparade teilnimmt.

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    Der aktuelle Vorsitzende und Hauptmann Wolfgang Stooß. Foto: 
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    Bürgergarde im deutschen Club in New York.
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    Hugo Mayer 1973 in New York.
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Vor 42 Jahren, 1973, repräsentierte die Bürgergarde in Amerika letztmals ihre Heimatstadt Hechingen - und das 65 Mann hoch (nein, Frauen waren damals keine dabei). Vom 15. bis 22. September wird sie das neuerlich tun, jedoch fliegen heuer lediglich 13 Gardisten nach New York, um am 19. September an der 58. Steubenparade teilzunehmen. Mit im Flieger der Delta Airlines sitzen werden Bürgermeisterin Dorothea Bachmann und ihre Tochter Hanna, Jürgen Fischer als Vertreter des Gemeinderats sowie Silvia Sanktjohanser als weitere Repräsentantin der Stadtverwaltung.

An der Spitze der Bürgergarde nimmt ihr Vorsitzender und Hauptmann Wolfgang Stooß an der Reise über'n großen Teich teil - und er ist voll der Vorfreude. "Ich bin gespannt und neugierig, wie sich New York in den vergangenen 35 Jahren verändert hat." Damals nämlich besuchte er die amerikanische Metropole letztmals (ganz privat). Von den Gardisten, die schon 1973 auf Manhattans Fifth Avenue aufmarschierten, sind in diesem September noch drei Aktive wieder mit von der Partie: Oskar Schmid, Klaus Eisenhardt und Armin Bailer.

Heute, sechs Wochen vor Reiseantritt, sind die Vorbereitungen nahezu abgeschlossen: "Amerika, wir kommen", ist die Freude bei allen Teilnehmern groß. Zumal es in den vergangenen Wochen und Monaten wirklich allerhand zu regeln galt. Zum Beispiel muss die Bürgergarde auf die Mitnahme ihrer Gewehre verzichten - dafür aber darf sie ihre Degen und Säbel ins Frachtgepäck geben: für "schlappe" 340 Dollar. Mit nach New York darf auch die große Fahne der Gardisten - und für die Jackos (die markante Kopfbedeckung) wurde die Genehmigung erteilt, sie im Handgepäck mitführen zu dürfen. "Drei Hörnle werden wir außerdem einpacken, damit wir während der Parade wenigstens Signale blasen können" - denn spielfähig ist die kleine Garde-Abordnung natürlich nicht.

Der Kosten wegen wird die Hechinger Delegation geschlossen im Bundesstaat New Jersey (angrenzend an New York) Quartier beziehen. Kein Problem, sagt Wolfgang Stooß - lediglich der Transfer vom John F. Kennedy Airport eben dorthin bedurfte gleichfalls der (nicht ganz günstigen) sorgfältigen Vorplanung, weil: New Yorker Taxis und Shuttlebusse dürfen aus Gründen des Gebietsschutzes nicht im benachbarten Bundesstaat verkehren. "Also mussten wir für uns ein eigenes Busunternehmen chartern, das uns von A nach B und zurück fährt."

Das Unternehmen wird die Hechinger auch während ihres Aufenthalts in New York chauffieren. Wie das Programm überhaupt aussieht? Der 15. September ist der Anreise vorbehalten, tags darauf stehen das One World Trade Center, die Brooklyn Bridge, Little Italy und eventuell die Freiheitsstatue auf dem Besichtigungsprogramm. Für den folgenden Donnerstag ist eine mehrstündige Stadtrundfahrt terminiert, nicht fehlen werden außerdem ein Besuch des Empire State Buildings und des Times Square. Am Morgen des 18. September gibt es einen Empfang für die ausländischen Gäste in der City Hall, dem sich am Abend ein Galadinner im Chelsea Light House anschließt. Die Zollernstädter werden dort zu Viert vertreten sein.

Der Tag der Steubenparade beginnt mit einem Gottesdienst in der St. Patrick's Cathedral; dem Aufmarsch auf der Fifth Avenue schließt sich ein Besuch des Oktoberfests im Central Park an. Der Sonntag und Montag stehen dann zur freien Verfügung (auch für eine Schifffahrt um Manhattan), ehe es am Abend des 22. September zurück in die Heimat geht.

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