Neuer Bahnhof für Gammertingen

Der Gammertinger Bahnhof, wo das technische Herz der Hohenzollerischen Landesbahn im Signal- und Stellwerk schlägt, wird für 5,9 Millionen Euro neu gebaut. Und mit neuer Technik ausgerüstet.

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  • HzL-Vorstand Dr. Walter Gerstner legt für die Technik im Gammertinger Stellwerk die Hand ins Feuer. Trotzdem wird die Anlage einer neuen, elektorischen und digitalen Platz machen. Dafür bekommt sie nichts weniger als einen eigenen Bahnhof als Platz. 1/2
    HzL-Vorstand Dr. Walter Gerstner legt für die Technik im Gammertinger Stellwerk die Hand ins Feuer. Trotzdem wird die Anlage einer neuen, elektorischen und digitalen Platz machen. Dafür bekommt sie nichts weniger als einen eigenen Bahnhof als Platz. Foto: 
  • Die eingeschossigen Gebäudeteile verschwinden in allernächster Zeit. 2/2
    Die eingeschossigen Gebäudeteile verschwinden in allernächster Zeit. Foto: 
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"Andi, mach Signal", heißt es in dem deutschen Film "Ich denke oft an Piroschka". Dabei gerät im Rausch der romantischen Gefühle so einiges am Bimmelbahnhof in der ungarischen Puszta durcheinander. Obwohl nun die Signal- und Stellwerkanlage des Gammertinger Bahnhofes der HzL mit rund 70 Jahren mindestes so alt ist wie dieser Film, ist dort noch nie etwas dramatisch durcheinandergegangen. Und die Technik dort ist noch immer so robust und zuverlässig, dass sie über weitere Jahrzehnte hinaus ihren Dienst versehen könnte. Aber zeitgemäß ist sie in den Tagen der Digitalität eben nicht mehr. Was dann für den Gammertinger Bahnhof und sein Erscheinungsbild insgesamt zutrifft!

Doch gehört auch diese Feststellung inzwischen fast schon wieder ins Buch der Geschichte, denn am Montag haben die Abriss- und Bauarbeiten für einen neuen Bahnhof begonnen. Die ehemalige Güterhalle und was dranhängt dürfte schon bald nicht mehr stehen und spätestens Mitte des kommenden Jahres wird sich auf der Abrissfläche ein elegantes und modernes Pultdachgebäude erheben. Dort sind dann Räume für die HzL-Mitarbeiter, Lager, ein Schalter- und ein Aufenthaltsraum für die Fahrgäste untergebracht. Die Anlage und die Bahnsteige werden barrierefrei und bequem von der Bahnhofstraße und vom Busbahnhof aus zu erreichen sein. Vor allem aber wird in dem Bau das Stellwerk unterkommen; das "operative Zentrum", welches das gesamte Streckennetz der HzL auf einer Strecke von über 120 Kilometern mit seinen über 100 Bahnübergängen sichert und steuert.

Was aus dem zweigeschossigen Gebäude wird, jenes, das man gemeinhin als "Bahnhof" bezeichnete, wo das alte Stellwerk und der Fahrkartenverkauf untergebracht sind? Das verhandeln die HzL und die Gemeinde Gammertingen derzeit. Die Stadt trägt sich mit de Gedanken, das Gebäude zu erwerben, niederzumachen und dort Parkplätze für "park and ride" einzurichten: Auto stehenlassen und den Zug nehmen.

Kosten wird das Projekt 5,9 Millionen Euro. Den größten Teil davon verschlingt die Signaltechnik. Dann erst folgen die Ausgaben für den Bau des Gebäudes, die Bahnsteige mit ihren Zugängen und für einen erneuerten Bahnübergang vor der Station - in der Eichertstraße, in Sichtweite des Stellwerks.

3,5 Millionen der Kosten stammen aus Landesfördermitteln, den Rest stemmt die Landesbahn. Offiziell gestartet sind die Bauarbeiten am Montag im Beisein von Dr. Walter Gerstner, HzL-Vorstandssprecher; Markus Remmel, zuständiger Projektleiter der Bauabteilung der HzL; Hartmut Guhl, Bereichsleiter der Schwörerhaus Komplettbau, die den Bahnhof als Generalunternehmer errichtet; Architekt Elmar Heinemann vom Architekturbüro Supper-Heinemann, weiteren Unternehmern, die mit tätig sein werden sowie Gammertingens Bürgermeister Holger Jerg. Gearbeitet wird bei laufendem Betrieb, Anfang August muss die Bahnstrecke Gammertingen-Sigmaringen etwa für eine Woche gesperrt werden; die Strecke Hechingen-Gammertingen Ende August für etwa anderthalb Wochen. Den Personenverkehr übernimmt dann der Busdienst.

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