Neue Volksbank geht am Montag an den Start

Die Fusion der Volksbank Hohenzollern mit der Volksbank Balingen ist nun auch rechtlich vollzogen. Und am morgigen Samstag werden die Datenbestände technisch zusammengeführt.

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  • In drei Regionalmärkte ist das Geschäftsgebiet der neuen Volksbank Hohenzollern-Balingen aufgeteilt. Den Regionalmarkt 1 (plus Hechingen) bringt die ehemalige Volksbank Balingen in das neue Institut ein. Oben das Logo der neuen Bank. 1/2
    In drei Regionalmärkte ist das Geschäftsgebiet der neuen Volksbank Hohenzollern-Balingen aufgeteilt. Den Regionalmarkt 1 (plus Hechingen) bringt die ehemalige Volksbank Balingen in das neue Institut ein. Oben das Logo der neuen Bank. Foto: 
  • Die Vorstandsmitglieder der neuen Volksbank Hohenzollern-Balingen (von links): Arndt Ständer, Franz Steinhart und Joachim Calmbach. 2/2
    Die Vorstandsmitglieder der neuen Volksbank Hohenzollern-Balingen (von links): Arndt Ständer, Franz Steinhart und Joachim Calmbach. Foto: 
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Die hohenzollerisch-württembergische Bankenehe ist perfekt. Am 10. Juli wurde die Volksbank Hohenzollern-Balingen eG ins Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen. Damit ist die Verschmelzung, die in den Vertreterversammlungen beider Banken Mitte Mai mit überwältigender Zustimmung beschlossen wurde, nun auch rechtlich vollzogen.

Die neue Volksbank Hohenzollern-Balingen eG hat eine Bilanzsumme von zirka 1,1 Milliarden Euro und ist somit die größte Volks- und Raiffeisenbank im Zollernalbkreis. Sie beschäftigt 271 Mitarbeiter. Mit ihren 32 Bankstellen und 46 Geldautomaten im Geschäftsgebiet zwischen Heiligenzimmern und Veringenstadt bietet sie ihren 74000 Kunden, davon über 37500 Mitglieder, ein leistungsstarkes Angebot in allen Finanzbereichen.

Mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister wurde die letzte juristische Hürde genommen. "Willkommen bei Ihrer Volksbank Hohenzollern-Balingen: So werden wir unsere Kunden und Geschäftspartner ab heute telefonisch begrüßen", gibt Vorstand Joachim Calmbach stolz bekannt.

Das größte Projekt allerdings ist die technische Zusammenführung aller Datenbestände beim Rechenzentrum in Karlsruhe, die am morgigen Samstag, 18. Juli, vollzogen wird. Die Volksbank Hohenzollern-Balingen geht damit in den "Echtbetrieb". Heute Nachmittag bleiben deshalb alle Bankstellen der ehemaligen Volksbank Balingen geschlossen. Dann beginnt der Schlussspurt des "datentechnischen Mammutprojekts", wie Vorstand Arndt Ständer es nennt. 3500 Tabellen, die für die beiden Häuser beim Rechenzentrum gespeichert waren, müssen zusammengeführt werden, ohne Daten zu verlieren.

Für die Kunden soll es nur ein paar kleine, durch die Umstellung bedingte Einschränkungen geben: bei der Nutzung von Geldautomaten, Kontoauszugsdruckern, beim OnlineBanking sowie bei Zahlungen mit der VR-BankCard. Arndt Ständer zeigt sich freilich sicher, dass am Umstellungswochenende alles gelingt und dann am Montag, 20. Juli, die gut 74000 Kunden an 32 Standorten ihre Bankgeschäfte tätigen können.

Unter anderem müssen an diesem Wochenende auch alle Konten unter einer neuen einheitlichen Bankleitzahl zusammengeführt werden. Dies gilt für alle Kunden der ehemaligen Volksbank Balingen, bei denen sich die IBAN und der BIC ändern wird. Die Kreditkarten sowie die VR-BankCard bleiben aber bis zu dem auf der Karte angegebenen Datum gültig.

Gibt es Auswirkungen auf regelmäßige Zahlungsvorgänge? Mit einem "Ja" beantwortet Arndt Ständer diese Frage. "Wir werden jedoch möglichst viele Institutionen und Unternehmen, die regelmäßig Last- oder Gutschriften einreichen, direkt und für unsere Kunden kostenlos über die Änderungen benachrichtigen. Ebenfalls wird es eine Übergangsfrist von 24 Monaten geben, in der wir bei Verwenden der alten Kontodaten Zahlungen und Abbuchungen an unsere Kunden automatisch auf ihr neues Konto umleiten", so Arndt Ständer weiter.

"Weitere Informationen und nützliche Hinweise zur Fusion erhalten dieser Tage alle Kunden in Form eines Anschreibens", ergänzt Joachim Calmbach. Außerdem, so heißt es, könnten sich die Bankkunden bei Fragen jederzeit an ihren Berater oder an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort wenden. "Auch die Mitarbeiterinnen unseres Kundenservicecenters helfen gerne weiter", sagt Calmbach.

Betroffen sind freilich nicht nur die Kunden. Nach der technischen Fusion beginnt der Umzug einiger Mitarbeiter. Wegen der Neuverteilung der Aufgaben und damit der Konzentration einiger Abteilungen bekommt ein Teil der Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz in den Bankstellen Balingen, Hechingen, Bisingen oder Frommern. "Es wird keine Abteilung an mehreren Standorten geben", sagt Vorstandsmitglied Franz Steinhart.

Ein Abschied steht auch an: Mit der Eintragung der neuen Volksbank Hohenzollern-Balingen ins Genossenschaftsregister scheidet der bisherige Balinger Vorstandsvorsitzende Edgar Luippold nach über vier Jahrzehnten, davon 17 Jahren erfolgreicher Vorstandstätigkeit, aus dem Vorstand aus und tritt seinen Ruhestand an. Bis zuletzt war er im Vorstand für die Bereiche Kredit, Marketing, Vertrieb, Bankorganisation und Personal verantwortlich. "In all den Jahren hat Edgar Luippold die positive Entwicklung der Volksbank Balingen maßgeblich mitbestimmt und beeinflusst, wobei ihm der persönliche Kontakt zu den Kunden sowie die Kundeninteressen stets ein wichtiges Anliegen waren", erklärt Joachim Calmbach.

Den Vorstand der neuen Bank bilden Joachim Calmbach, Arndt Ständer und Franz Steinhart. Sie bekräftigen unisono: "Durch die Fusion werden wir unsere Kräfte bündeln und die Weiterentwicklung zu einer führenden und leistungsstarken Volksbank in der Region für unsere Kunden und Mitglieder vorantreiben. Wichtig ist uns dabei - künftig wie heute - die Nähe zu unseren Kunden, die unmittelbare Präsenz vor Ort und die Verantwortung für die Region."

Info Weitere Informationen über

die neue Bank gibt es ab Montag, 20. Juli, im Internet unter www.voba-hoba.de

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