Musikverein Weilheim wird mit Beifallssturm belohnt

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Der Musikverein Weilheim bot in der Weilheimer Kirche ein tongewaltiges Konzert, das das Publikum mit stürmischem Beifall belohnte.  Foto: 

Wir möchten Sie heute Abend mit einem bunten Melodienreigen verwöhnen“, begrüßte die Vorsitzende des Musikvereins Weilheim, Evi Beck, die zahlreichen Gäste in „der wunderschönen und klangvollen Kirche“. Der Erfolg beim Konzert im vergangenen Jahr habe die Weichen für eine Wiederholung gestellt, meinte die Vereinschefin. Geprobt worden sei von September an, „aber nur eine einzige Probe erfolgte in kompletter Besetzung“. Durch das anschließende, abwechslungsreiche Programm führte in bewährter Weise Sarah Schlotterer.

Konzert beginnt tongewaltig

Tongewaltig begann das Konzert mit der „Festmusik“ von Richard Wagner in einer Bearbeitung von Arno Hermann. Hier schon ließ das kleine Orchester mehr als nur erahnen, was trotz nur einem Dutzend mitwirkender Musiker in ihm steckt. Der zweite Satz, „Largo“ aus der 9. Symphonie in e-moll von Antonin Dvorak, ein bewegender Trauersatz, vertont gleichsam Totenklänge. Als ein Werk an die Natur und an die Menschheit darf „All Things Are Bright and Beautiful“ von Henry Monk betrachtet werden. Ein stolzes, melodisches und leichtes Musikstück, hinter dem der christliche Gedanke steht: Mensch und Natur sind Schöpfungen Gottes. Mit „Traumland“ gab es einen Ausflug in die volkstümliche Hitparade. Dort haben Peter Schad und seine Oberschwäbischen Dorfmusikanten mit diesem Titel Furore gemacht. Furore vor Ort machte auch der Musikverein Weilheim mit diesem gefühlvollen und verträumten Slow Rock, bei dem das Trompetensolo von Heike Beck und Matthias Pagel wundervoll zur Geltung kam.

Wer in den 50er- und 60er-Jahren groß geworden ist, erinnert sich vermutlich noch an den „Wild Cat Blues“ in der Version von Mr. Acker Bilk. Solist Armin Maas an der Klarinette erinnerte durch das bewegende Stück wieder an vergangene Zeiten. Und der Beifall zeigte deutlich, dass sich wohl viele erinnerten. „Verrückte Emotionen“ beinhalteten die „Crazy Little Things Called Love“ von Freddy Mercury, bei dem ein Teil der Musiker klatschte, was von den Besuchern zum willkommenen Anlass genommen wurde, sich hier einzuklinken. Gab es bei diesem Stück einen markanten, fast furiosen Schluss, war dieser bei „My Secret Love­song“ so, wie es der Titel verspricht. Ein leiser werdendes Hinausgleiten aus dem Stück, das von zwei Liebenden handelt, die aber ihren Gefühlen nicht freien Lauf lassen können, den sie ihnen eigentlich zukommen lassen möchten. In diesem Stück über ein geheimes Liebesleben von Kees Vlak brillierte Andy Baur mit einem sehr gefühlvollen Saxophon-Solo.

Absolut musikalisch passend für eine Kirche war das letzte Musikstück, das der Verein spielte: „Hallelujah“ von Leonard Cohen. „Ein legendäres Stück Musikgeschichte“, meinte Sarah Schlotterer. Kaum waren die letzten Töne verklungen, spendeten die Besucher stehend stürmischen Beifall. Auch die Zugabe, „The Rose“ wurde mit einem Beifallssturm belohnt. Das rhythmische Klatschen signalisierte den deutlichen Wunsch nach einer weiteren Zugabe, die auch mit „Traumland“ gewährt wurde.

Umtrunk nach dem Konzert

„Herzlichen Dank für Ihr Kommen“, meinte Evi Beck an die Zuhörer gewandt. Ihr Dank galt auch allen, die sich für das Zustandekommen des Konzertes eingesetzt hatten. Besonders ihren Musikern, von denen eine ganze Reihe von auswärts, sogar aus dem Stuttgarter Raum kommen, zollte sie ein aufrichtiges „Dankeschön“. Anschließend erfolgte die Einladung zu einem Umtrunk in den Pfarrsaal. Dieser Einladung folgten so viele Besucher, dass eine drangvolle, aber gemütliche Enge herrschte.

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