Musikschule zum Anfassen

Unter dem Motto "Musik bewegt" präsentierte sich die Jugendmusikschule Hechingen und Umgebung im Spittelgebäude. Schnupperangebote und das Konzertprogramm machten Lust auf mehr.

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Mit der Blockflöte beginnt man weiterhin die Musikerkarriere.  Foto: 

Sehen, hören, ausprobieren. So war auf der Einladung der Jugendmusikschule zum Tag der offenen Tür zu lesen. Und gerne ist die Bevölkerung dieser Aufforderung gefolgt. Unter den Besuchern waren viele Eltern und Großeltern, die den Auftritt ihrer Kleinen miterleben wollten. Musik draußen und drinnen sorgte für ganz besondere Darbietungen durch eine Vielzahl instrumentaler Ensembles unterschiedlicher Besetzungen und stilistischer Prägung.

Zehn Ensembles musizierten souverän unter der Leitung ihrer Lehrer und verwiesen mit ihrem Auftritt auf eine beachtliche künstlerische Bandbreite. Die Fachbereiche Klarinetten, Querflöten, Streichinstrumente, Blockflöten und Saxophon zeigten eindrucksvoll ihr Können. Nach einer fetzigen Eröffnung durch die Saxophonformation unter Leitung von Alexander Deines zeigten die Kleinsten aus dem Elementarbereich unter Regie von Kathrin Osswald mit Flöten und Tänzchen, was sie schon alles gelernt haben. Es folgten Auftritte des Querflötenensembles unter Leitung von Stefan Doege und der Klarinettengruppe unter Bernd Holtmann. Durch Ausdruck und eigenständige Interpretation gefielen die beiden jungen Künstlerinnen Janne Schönerstedt und Kathrin Tollas, die "White Horse" und das beliebte "I see Fire" für ihren Auftritt ausgewählt hatten. Zur Freude von Gesangslehrerin Juandalynn Abernathy interpretierte die 16-jährige Gymnasiastin Lea Kalmbach in der Folge "Anything can happen" aus dem Musical "Mary Poppins" mit jugendlicher Anmut und Frische. Unter der engagierten Leitung von Tanja Deines lieferten das Akkordeon- und Keyboardensemble eine Kostprobe ihres Könnens. Schwungvoll und fetzig beendete das Percussionensemble mit "Solo Nr 2" unter Leitung von Thomas Wahl das kurzweilige, musikalische Programm des Nachmittags.

Im Vordergrund stand das gemeinsame Musizieren und das Miteinander, "denn", so Stadtmusikdirektor Jean Lopez-Diaz, "irgendwann kommt bei jedem Schüler ein Moment, wo er sicher genug spielt und Lust hat, mit anderen zu musizieren. Das Zusammenspiel fördert jeden Instrumentalisten, lehrt Disziplin und Rücksichtnahme."

Das Kennenlernen von Instrumenten und Anregungen zur Integration von Musik im Alltag war das Ziel der Instrumentenvorstellung. Die Räume im Haus standen sowohl den Eltern offen, die sich über das breitgefächerte Angebot der Jugendmusikschule informieren wollten, als auch den Kindern selbst, die nahezu jedes Instrument quer durch das Register eines großen Orchesters ausprobieren konnten. Angefangen von der elementaren Musikerziehung, die durch spielerische Verbindung von Bewegung, Stimme und Instrument Wege öffnet, Musik zu erleben und sich selbst anzueignen, über den Fachbereich der Bläser und den flinken Fingern, die bei Gitarre, E-Gitarre, E-Bass, gefragt sind, bis zu den Streichern und den Tasten- und Percussionsinstrumenten, erstreckt sich das Unterrichtsangebot. Während die einen alle Instrumente einfach ausprobierten, interessierten sich andere gezielt für ein Instrument und ließen sich erste Griffe zeigen.

Einen Wermutstropfen hielt das heitere Fest aber bereit: Es bedeutete den Abschied von Jean Lopez-Diaz, der nach den Ferien den Taktstock weitergbit an Susanne Jaggy.

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