Milder Winter sagt Adieu

Im vergangenen Winter war nur der Februar winterlich. Die anderen Wintermonate Dezember und Januar fielen dagegen milder aus, so dass in der Gesamtbilanz der Winter wieder mal zu warm war.

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Nach einem doch noch recht frostigen Februar hat sich bei uns in diesen Tagen ein wieder einmal zu warmer Winter verabschiedet.

Freunde von Schnee und Frost konnten heuer nur mit dem Februar zufrieden sein. Dieser letzte Wintermonat konnte mit teils "strengem" Frost und für die Wintersportler ausreichender Schneebedeckung aufwarten. Sonst war der klimatologische Winter bei uns plus 1,7 Grad, also um ein ganzes Grad wärmer als in der 30-jährigen Vergleichsperiode von 1981 bis 2010. An Neuschnee brachte dieser Winter 78 Zentimeter (Schnitt 61), und eine geschlossene Schneedecke lag an 41 Tagen (Schnitt 31).

Im Februar war es anders: Der Monat hat normal eine Mitteltemperatur von 0,8 Grad, bringt 46 Liter Niederschlag und 98,6 Stunden Sonnenschein, hat 19 Frosttage und elf Tage mit geschlossener Schneedecke. In diesem Jahr blieb der Februar mit minus 0,2 Grad um ein Grad unter dem langjährigen Mittel, es gab 24 Frosttage und 19 Tage mit einer geschlossenen Schneedecke auf Stationshöhe. Beim Niederschlag geizte der Monat mit 22,7 Litern pro Quadratmeter, doch beim Sonnenschein gab es mit 113,3 Sonnenscheinstunden ein kleines Plus.

Der Februar begann mit schneebedeckter Landschaft und frostigen Temperaturen. Kräftiger Schneefall am 2. Februar brachte im Hechinger Raum den Verkehr zeitweilig zum Erliegen. An der Station selbst fielen nur vier Zentimeter Neuschnee, der die Gesamtschneedecke auf zehn Zentimeter anwachsen ließ. Die Tage danach waren tagsüber meist sonnig, bei Nacht aber eisig kalt. Am 4. Februar wurde mit minus 11,7 Grad Minimumtemperatur und minus 7,1 Grad der kälteste Tag registriert. Ab dem 8. Februar kletterten die Temperaturen aber wieder in den Plusbereich, um am 13. mit 11,2 Grad einen ersten Spitzenwert zu erreichen. Hoch "Gabriela" bestimmte während der hohen Zeit der Fasnet unser Wetter. Herrliches Wetter - nicht nur für die Narren - herrschte am Rosenmontag, 16. Februar, mit rund neun Stunden Sonnenschein. Der Fastnachtsdienstag brachte dann das gegenteilige Wetter: Nebel und Frost über den ganzen Tag hinweg.

Die Plustemperaturen an den Tagen davor hatten aber die Schneedecke aufgenagt. Immerhin: Auf Stationshöhe gab es in diesem Jahr eine durchgängig geschlossene Schneedecke vom 20. Januar bis zum 16. Februar. Die Höhen der Alb blieben sogar über den ganzen Monat hinweg schneebedeckt. Nach kräftigem Luftdruckanstieg bis auf 1041 Hektopascal (Millibar) gab es am 20. Februar erneut einen besonders sonnigen und frühlingshaft warmen Tag mit dem Monatshöchstwert von 12,6 Grad und fast zehn Stunden Sonnenschein. Aprilwetter bestimmte das letzte Monatsdrittel. Mal regnete, mal schneite es, mal schien die Sonne, um tags darauf sich nicht eine Minute blicken zu lassen - so ist es, das Wetter.

Die Monatsdurchschnittstemperatur des Februars betrug minus 0,2 Grad Celsius. Vergangenes Jahr waren es plus 4,6 Grad und im Durchschnitt seit 1981 bis 2010 war es bei uns im Februar plus 0,8 Grad kalt. Zusammengezählt wurden in diesem Februar 24 Frosttage registriert. Eistage, an denen das Thermometer ganztägig unter null Grad anzeigt, gab es sechs - voriges Jahr keinen -, fünf sind der Durchschnitt. Regentage mit einem oder mehr als einem Liter pro Quadratmeter wurden ebenfalls sechs gezählt, und in der Summe kamen magere 22,7 Liter als Regen oder als geschmolzener Schnee zusammen.

Im Jahr 2014 waren es im Februar 51,2 Liter, und im Durchschnitt des Vergleichszeitraumes (1981 bis 2010) hat es im Februar 46,0 Liter geregnet/geschneit. Schnee fiel heuer im Februar an neun Tagen - letztes Jahr nur an zwei Tagen - und eine geschlossene Schneedecke wurde auf Stationshöhe an 19 Tagen registriert.

Die Neuschneesumme betrug im diesjährigen Februar 13 Zentimeter - vergangenes Jahr drei Zentimeter. Nebel mit einer Sichtweite unter einem Kilometer wurde an vier Tagen registriert, und der Wind frischte an drei Tagen bis auf Windstärke 6 auf. Die Sonne schien an der Beobachtungsstation in Heselwangen 113,3 Stunden, vergangenes Jahr waren es 89,7 Sonnenscheinstunden (1990 bis 2010 im Schnitt 98,6).

Info Alle angeführten Werte wurden in Balingen-Heselwangen, 573 Meter über dem Meer registriert.

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