MEINUNGEN (I): Angst um die eigene Praxis

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Alle Anlieger des Obertorplatzes freuen sich über die Neugestaltung und ebenso über eine Tiefgarage? Nicht alle. Zwei der dort ansässigen Ärzte, Dr. Rita Ziebach und Dr. Jürgen Lehmann, fürchten wegen der Bauarbeiten um ihre Praxen:

"Die Präsentation zur Neugestaltung des Obertorplatzes am 16. Mai durch die Bürgermeisterin und die Architekten im "Museum" war beeindruckend. Der Brückenschlag zwischen den Ergebnissen der Bürgerwerkstatt und den Bedürfnissen der Anwohner, Patienten und Kunden des Obertorplatzes scheint durch die Tiefgaragenlösung brillant gelungen.

Dennoch ist unsere Freude als hier Arbeitende zweigeteilt. Während der Bauphase der Tiefgarage sind von Herrn Senner Zeiträume von mindestens acht Monaten veranschlagt - eine hohen Leistungsfähigkeit der Baufirmen vorausgesetzt. Wir haben große Bedenken, während dieser Zeit unsere Praxistätigkeit ausüben zu können. Aus den Erfahrungen früherer Bauprozesse ist sowohl der Patientenverkehr erschwert, als auch die Lärmbelästigung mit einer vernünftigen Berufsausübung nicht zu vereinbaren. In der Presse wird der Eindruck kommuniziert, als ob die Anwohner eine Tiefgarage wünschen. Dies trifft für uns nicht zu! Einer Neugestaltung unter Erhalt der nötigen Parkplätze sehen wir wohlwollend entgegen und sind auch bereit, kurzfristige Baumaßnahmen zu tolerieren. Die umfangreichen Aushubarbeiten für eine Tiefgarage sind für uns leider nicht akzeptabel. Als Hechinger Bürger halten wir den finanziellen Aufwand für die Tiefgarage ebenfalls für nicht vertretbar unter Berücksichtigung der anderen Projekte, die von der Stadt in naher Zukunft bewältigt werden müssen."

Alles eigentlich prima - aber wie ist das mit dem Kleingeld? Werner Wrege hat Bedenken: "Ich finde die Pläne sehr gut, wobei ich gern wissen würde, wer haftet, wenn die berechneten Kosten aus dem Rahmen fallen und die Kosten von zehn Millionen Euro überschreiten. Dass man sich auf Baukostenberechnungen nicht verlasen kann, zeigen ja diverse Projekte im Bund. Ein Millionengrab wäre ja wohl fatal."

Gerhard Fecker schreibt: Eine Tiefgarage ist dringend nötig. Ohne sie werden die Geschäfte und der Platz leer bleiben. Das miserabel geplante Parkhaus wird schließlich nicht entsprechend genutzt."

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