Dringender Handlungsbedarf bei Kindertagesstätten in Rangendingen

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Rangendingen braucht mehr Plätze für die Kleinkindbetreuung.  Foto: 

In Rangendingen können die gesetzlichen Vorgaben im Rahmen des Kindertagesbetreuungsgesetzes aktuell nur noch unter größten Anstrengungen erfüllt werden. Die derzeit vorhandenen Plätze sind belegt. Die Folge sind Wartezeiten für die Aufnahme weiterer Kinder, teilweise müssen Anfragen für Plätze in der Kleinkindbetreuung auch abgelehnt werden. In Rangendingen beispielsweise sind im Juli dieses Jahres bei insgesamt 183 genehmigten Plätzen voraussichtlich 195 Kinder zu betreuen.

Das heißt: Es besteht Handlungsbedarf. Darüber informierte die Verwaltung am Montagabend den Gemeinderat mit der Vorlage der Kindertagesstättenbedarfsplanung für das kommende Kindergartenjahr 2017/2018. Schon in der vorangegangenen Sitzung hatte Bürgermeister Johann Widmaier das Gremium darüber informiert, dass es in Rangendingen neue Gruppenräume braucht – einen für über Dreijährige und einen für unter Dreijährige. Im Raum steht ein Anbau an den Kindergarten in Rangendingen, es sei denn, es können im Ort vorhandene  Leerstände genutzt werden.

Was steht zur Verfügung?

Im neuen Kindergartenjahr stehen folgende Gruppenarten zur Verfügung: Drei Regelgruppen am Standort Rangendingen für Kinder ab drei Jahre mit Vor- und Nachmittagsbetreuung (und Unterbrechung am Mittag) sowie eine Ganztagesgruppe für Jungen und Mädchen ab drei Jahre, die mehr als sieben Stunden durchgängig geöffnet ist (mit Mittagessen. Dazu kommen in Bietenhausen und Höfendorf je eine altersgemischte Gruppe mit Kindern unter drei Jahren. Zwei Krippengruppen für Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis unter drei Jahren in Rangendingen sowie je eine in der „Wundermuschel“ in Bietenhausen und in der „Zwergenstube“ in Höfendorf komplettieren das bestehende Angebot. In diesem Frühjahr wurde bei insgesamt 159 Kindern unter drei Jahren ein Platzbedarf für  34 Prozent errechnet; aktuell liegt die Versorgungsquote (ohne Tagespflege) bei 31,45 Prozent.

Bedarf und Quote

Die aktuelle Versorgungsquote der 181 über dreijährigen Kinder  liegt ohne Tagespflege bei 109,94 Prozent, mit Tagespflege bei 112,15 Prozent.

In der Gemeinde Rangendingen gibt es drei Kindergärten: je einen in Rangendingen, Bietenhausen und Höfendorf. Träger aller drei Einrichtungen ist die Gemeinde.

Besonderheiten – Schulreifes Kind: Alle drei Kindergärten können das Schwimmbad bei kinderfreundlichen Wassertemperaturen von 30 Grad regelmäßig nutzen. Damit wird die Entwicklung der Mädchen und Jungen ­gefördert, genauso
wie mit zusätzlichen Projekten zu Bewegung, Ernährung, Gesundheit und der Zahngesundheit.

Programm zur frühkindlichen Sprachförderung (Spatz): Die Sprachförderung sowie Singen-Bewegen-Sprechen sind seit dem Kindergartenjahr 2012/13 im Programm Spatz zusammengefasst. Alle drei Kindergärten nehmen daran im Rahmen des Landesprogramms teil.

Projekt Sprach-Kitas (bisher Frühe Chancen): Ein weiteres Programm zur Sprachförderung, an dem der Kindergarten Rangendingen im
Rahmen des Bundesprogramms teil­
nimmt.

Ganztagesbetreuung wird in allen drei Kindergärten angeboten. Der Kindergarten Rangendingen nutzt die direkte Nachbarschaft zur Schulmensa, in den ­Kindergärten in Bietenhausen und Höfendorf wird das Mittagessen angeliefert. Ruheräume sind in allen drei Einrichtungen vorhanden, jedoch reicht deren ­Kapazität durch die steigende Zahl an ­Ganztagesplätzen ­mittlerweile nicht
mehr aus.

Die Gemeinden haben für alle Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr an bis zum Schuleintritt einen Kindergartenplatz zur Verfügung zu stellen. Für alle Mädchen und Buben im Kindergartenalter besteht ein Rechtsanspruch auf den Besuch eines Kindergartens. Ferner muss für diese Altersgruppe ein bedarfsgerechtes Angebot an Ganztagesplätzen oder ergänzende Förderung in der Kindertagespflege zur Verfügung stehen. Darüber hinaus besteht ein Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege für Kinder ab einem Jahr.

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