Maßarbeit im Hallenbad

Noch haben Schmutz und Staub die Oberhand im Rangendinger Hallenbad. Aber die umfangreiche Betonsanierung geht ihrem Ende entgegen. Spätestens im Februar soll das Bad wieder öffnen können.

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Ganz im Zeitplan ist man nicht. Eigentlich hätte das Rangendinger Schwimmbad, das seit dem 1. Dezember wegen der Sanierungsarbeiten geschlossen ist, schon nach den Winterferien wieder öffnen sollen. Nun wird es wohl Februar werden, bevor das Hallenbad den Badegästen, Schülern und Vereinen wieder zur Verfügung steht.

Bürgermeister Johann Widmaier stellt "eventuell schon die letzten Januarwoche" in Aussicht. Er ist zufrieden mit dem Verlauf der umfangreichen Betonsanierung. Vor allem sei der Kostenrahmen eingehalten worden. Insgesamt 160 000 Euro wurden in das im Jahr 1966 erbaute Schwimmbad investiert. Allein die Betonsanierung schlug mit rund 90 000 Euro zu Buche.

Das war ein rechter Schock im Mai 2012, als bei Reparaturarbeiten an der Schwimmbaddecke der marode Beton freigelegt wurde. Zum Teil lag der Trägerstahl frei und rostete vor sich hin. Es sei zu keinem Zeitpunkt Gefahr in Verzug gewesen, stellt Architekt Stefan Beuter fest. Aber die marode Decke war auch kein Dauerzustand.

Die Betonfläche befindet sich unter einer Holzkonstruktion an der die weißen Deckenpaneele befestigt sind. Wegen der 60 Zentimeter hohen V-förmigen Konstruktion hängen stolze 750 Quadratmeter Beton über dem Schwimmbad. Obwohl sich herausstellte, dass nur etwa ein Drittel davon sanierungsbedürftig war, gestalteten sich die Arbeiten schwierig. Der Auftrag durfte ausschließlich an ein zertifiziertes Unternehmen vergeben werden. Das war bereits die erste Hürde, denn die erste Ausschreibung musste vom Gemeinderat aufgehoben werden, weil sie kein wirtschaftlich akzeptables Angebot erbracht hatte. Erst beim zweiten Anlauf konnte der Firma Steidle aus Sigmaringen der Zuschlag erteilt werden.

Für den Rückbau der Decke ein Flächengerüst von Wand zu Wand aufgebaut werden. Bis heute teilt dieses Gerüst die Schwimmhalle in zwei Ebenen. Aber die Betonbauer haben das Feld inzwischen verlassen und auch die neuen Deckenpaneele, wie bisher in Weiß, wurden durch die Firma Gnant, Rangendingen, bereits angebracht. Die Erneuerung der rund 300 Quadratmeter Deckenverkleidung kostete rund 30 000 Euro.

Erneuert und auf die energiesparende LED-Technik umgestellt wurde auch die Beleuchtung im Schwimmbad. Diese Arbeiten hat die Firma DWS Strobel, Rangendingen, ausgeführt.

Sechs Wochen waren ursprünglich für die Sanierung angesetzt gewesen. Knapp zwei Monate sind jetzt daraus geworden. Nach dieser Zwangspause können die Badegäste, Schüler und Vereine schon langsam in Startposition gehen. Das Rangendinger Hallenbad ist beliebt und wird rege genutzt. So hält die agile DLRG-Ortsgruppe Rangendingen mehrere Kurse und Übungsstunden in dem Schwimmbad ab. Für die Dauer der Schließung ruhten diese Aktivitäten. Sie werden voraussichtlich am 11. Februar wieder aufgenommen. Die Rheuma-Liga Hohenzollern ist regelmäßig und gern zu Gast in Rangendingen. Sie hat für die Dauer der Badsanierung auf Trockenübungen umgestellt. Auch die Joachim-Schäfer-Schule hat notgedrungen ein paar Schwimmstunden streichen und durch Sportunterricht ersetzen müssen. Ins Mössinger Hallenbad ausgewichen ist seit 1. Dezember der Rangendinger Schwimmsport-Verein RSSV.

Wann dann wieder offen ist

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