Martl bekommt seine Lilly

Theater hat beim SV Rangendingen Tradition. Bei der Weihnachtsfeier standen die SVR-Theaterspieler wieder einmal auf der Bühne und gaben das Lustspiel "Alois, wo warst du heute Nacht?" zum Besten.

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Die SVR-Weihnachtsfeier erwies sich am Sonntag wieder als Publikummagnet. Darüber freute sich auch der Vorsitzende des Rangendinger Sportvereins, Matthias Stauß, der zusammen mit Manfred Haug und Marco Schmid den Verein leitet. Der Andrang in der Festhalle war so groß, dass sogar noch weitere Tische und Stühle herbeigeschafft werden mussten. Wie bei den Weihnachtsfeiern des Sportvereins üblich, trat zunächst wieder ein Bläserensemble des heimischen Musikvereins mit weihnachtlichen Weisen auf. Mit im Repertoire: Das Rangendinger Weihnachtslied "In dunkeler Nacht", das gemeinsam gesungen wurde.

Wenig später hob sich der Vorhang der Bühne. Man sah eine gut eingerichtete bäuerliche Wohnstube, in der es allerdings drunter und drüber ging. Die zehn SVR-Laienspieler waren nach ihren intensiven Probenwochen voll im Element und meisterten alle Herausforderungen des Dreiakters "Alois, wo warst du heute Nacht?" bestens. Unter der Regie von Franz-Josef Saile wussten die Truppe die Zuschauer restlos zu begeistern. Melanie Montesano war für die Maske verantwortlich, die Technik oblag Harald Fischer und Peter Thomer. Nur wenig mussten die Theaterspieler die Hilfe von Souffleuse Maria Saile in Anspruch nehmen.

Zum Inhalt: Am Riegerhof wartet man gespannt auf einen hohen Besuch, nämlich auf die Ankunft des zweiten Sohnes Toni, gespielt von Marcel Klaffschenkel, der mit seiner Frau Bessy (Celine Ketterer) aus Kanada bei seiner Hochzeitsreise zu Besuch kommt, um die Gattin seiner Familie vorzustellen. Der ganze Hof wird deshalb von oben bis unten aufgeräumt, und alle müssen mithelfen. Da bleiben auch Urschl, die Dienstmagd (Lena Klaffschenkel), und Florian, der Altknecht (Erwin Dieringer), nicht verschont.

Das kümmert den Zecher Alois (Oliver Häberle) recht wenig. Gerade an diesem Tag kommt Alois, der Bauer vom Riegerhof, betrunken nach Hause, da er die ganze Nacht mit seinem Freund, dem Bürgermeister und Brunner-Bauern (Frank Steiner), durchgemacht hat. Zudem hat Alois mit einem Brummschädel und einer Gedächtnislücke zu kämpfen, die Saufkumpan Brunner nur häppchenweise mit Informationen füttert. Brunner hält Alois vor, bei dem gemeinsamen Zechgang in Stuttgart eine junge Dame namens Lilly (Madeleine Thomer) mitgebracht zu haben, die sich in dem Zimmer, das für die Schwiegertochter vorbereitet war, einquartiert hat. Und so kommt es zu einer bösen Verwechslung, denn Lilly wird von Alois strenger Frau Cilli (Anette Koitka-Dieringer) für die Schwiegertochter gehalten.

Viel zu lachen gab es ebenfalls, als Alois und der Brunner-Bauer immer wieder von deren Frauen nach allen Regeln der Kunst ins Gebet genommen werden. Der Brunner-Bauer sucht ständig auf der Flucht vor seinem Weib, der schlagkräftigen Afra (Elke Dieringer), krampfhaft nach einem Alibi und nach einem Plätzchen zum Ausschlafen.

Der Riegerhof-Bauer hält nun mit seinen beiden Söhnen Martl (Axel Beck),Toni und seiner richtigen Schwiegertochter Bessy sowie mit Lilly einen gemeinsamen Kriegsrat ab, welche neue Lüge sie Cilli erzählen könnten. Dabei allerdings werden sie von Afra, der Frau des Bürgermeisters belauscht, und diese erzählt das natürlich gleich ihrer besten Freundin Cilli weiter.

Am Ende wird die Verwechslung aufgeklärt, der Hausfrieden ist wieder hergestellt und eine Hochzeit ist auch geplant, denn Martl heiratet Lilly, in die er schon länger verliebt ist, die Eltern aber immer dagegen waren, da Lilly Schauspielerin ist. Zum guten Schluss sind alle glücklich - Bessy und Toni, Lilly und Martl, Cilli und Alois - und sogar Afra hat ihrem Mann verziehen.

Neben Theater gabs noch mehr beim SVR: Bei der Tombola-Verlosung gewannen Michael und Gerlinde Wild den Hauptpreis, fünf Tage Fuerteventura.

Info Noch einmal treten die SV-Theaterspieler mit ihrem Theaterstück am Samstag, 18. Januar, um 19.30 Uhr im Hagastall in Weildorf auf.

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