Mariaberg will Hechinger Team verstärken

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Das Use-your-summer-Festival zieht manchmal über 1000 Besucher am Tag an. Dass dem so bleibt, dafür soll eine aktualisierte Konzeption unter der Regie der Juz-Mannschaft sorgen.  Foto: 

Wie andere Kommen schon zuvor, hat auch die Stadt Hechingen im zurückliegenden Jahr die Trägerschaft ihres Jugendzentrums in professionelle Hände gegeben. Den Auftrag bekommen hat zum 1. Oktober 2016 nicht das schiergar flächendeckend tätige Haus Nazareth, sondern die Mariaberger Ausbildung & Service gGmbh. Und die hat am Donnerstagabend im Gemeinderat Einjahresbilanz gezogen. Die Kurzfassung lautet: Ein erster Anfang ist gemacht, es bleibt aber noch viel zu tun.

Ganz nach dem Spruch, dass man Gutes tun und auch darüber reden solle, gibt sich der freie Träger von der Gammertinger Alb selbst beste Noten: Das erste Jahr sei aus Sicht der Mariaberger Ausbildung & Service gGmbH äußerst erfolgreich verlaufen, wird im „Fazit aus Trägersicht“ unterstrichen. Und gleich dazu: „Dies liegt in erster Linie an der hoch engagierten und professionellen Arbeit der hier tätigen Mitarbeitenden.“

Ein für alle offenes Haus

Der Bericht liefert in der Tat das Material zu einer guten, ersten Zwischenbilanz. Mit 30 bis 50 Personen nennt das Team eine tägliche Besucherzahl fürs Juz, „die in der aktuellen Zeit für ein Jugendhaus und eine Kommune dieser Größe keine Selbstverständlichkeit darstellt.“ Zudem gab es eine Reihe von Aktionen und Veranstaltungen, und es wurde aus Mariaberger Sicht ein für alle offenes Haus geschaffen, das Raum für Begegnung bietet.

Richtig gelegen sei das Team mit seiner Einschätzung über die Notwendigkeit mobiler Jugendarbeit in Hechingen, wird im Bericht betont. Diese Arbeit kommt demnach dem Bedarf eines Teils der jungen Einwohner entgegen. Unterschätzt, so wird offen eingeräumt, habe man dagegen, dass es zwei Mitarbeiter braucht, wenn offener Betrieb im Jugendzentrum ist. Die stattlichen Besucherzahlen und die vielen Räume, dazu das immer jünger werdende Publikum, hätten das Team eines Besseren belehrt.

Die dringlichste Aufgabe bei der offenen Jugendarbeit ist aus Sicht des freien Trägers denn auch die Aufstockung der Mannschaft. Die besteht derzeit aus zwei 50-Prozent-Kräften: Wolfgang Schmidt und Bircan Akkaya; das macht wöchentlich 39 Stunden. Die Mariaberger wollen nun eine weitere Person im Juz-Team verankern. Es fehlt vor allem an einer die Fachkraft unterstützenden Person. Das Duo zum Trio machen könnte also ein Bundesfreiwilligendienstler, eine Kraft mit Freiwilligem sozialen Jahr oder ein Jugend- und Heimerzieher-Azubi.

Migrationshintergrund Wie eigentlich schon immer, haben viele Besucher des Jugendzentrums ausländische Wurzeln. Den Schwerpunkt bilden die „griechischen Türken“: In und um Hechingen leben annähernd 300 Menschen, die ihre Wurzeln in der griechischen Region Polia Evros haben. Sie sind Türken aus Griechenland. Bei der historisch ziemlich einmaligen und gegenseitigen Umsiedlung während der Staatsgründung der Türkei blieben also doch etliche Menschen in ihrer ursprünglichen Heimat. Inzwischen wiederum gibt es einen Zustrom von Türken aus eben dieser Region nach Deutschland.

Die Mehrheit Zwei Drittel der Stammbesucher des Juz sind sogenannte griechische Türken. Viele sind erst in den letzten Jahren nach Hechingen gekommen. Auffällig bei ihnen sind oftmals mangelnde Schulbildung und schlechte Deutschkenntnisse. Das Mariaberger Team versichert: „ Diese Gruppe junger Menschen wird uns auch in nächster Zukunft erhalten bleiben und einen Teil der pädagogischen Arbeit beanspruchen.“ kle

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