Ladies Open: Keine Angst vor Regengüssen

Die 19. boso Ladies Open Hechingen haben zwei sonnenverwöhnte Tage hinter sich. Doch auch für den Fall, dass es heute regnen sollte, ist den Machern nicht bange.

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  • Die Helfer des TC Hechingen sorgen dafür, dass die Plätze immer eben sind. 1/3
    Die Helfer des TC Hechingen sorgen dafür, dass die Plätze immer eben sind. Foto: 
  • Sina Haas wehrte sich verzweifelt, schaffte es aber nicht ins Hauptfeld. 2/3
    Sina Haas wehrte sich verzweifelt, schaffte es aber nicht ins Hauptfeld. Foto: 
  • Die Norwegerin Melanie Stokke (Bild) besiegte die Deutsche Sina Haas 6:3, 6:2. 3/3
    Die Norwegerin Melanie Stokke (Bild) besiegte die Deutsche Sina Haas 6:3, 6:2. Foto: 
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Schattenplätze waren heiß begehrt am Montagmittag auf der gut bevölkerten Anlage des Tennis-Clubs Hechingen im Weiher. Weil die Center-Court-Tribüne diese nicht bieten konnte, saßen viele Besucher des Weltranglistenturniers vor dem Vereinsheim unter Sonnenschirmen und ließen sich ein kühles Bier oder eine duftende Pizza munden. Das sportliche Geschehen sorgte noch kaum für Erregung. Schließlich liefen noch immer Qualifikationsspiele.

Ab sofort dürfte das anders werden. Denn heute werden die letzten Plätze für das 32er-Hauptfeld vergeben, und am Nachmittag greifen dann auch schon die ersten Topgesetzten ins Turniergeschehen ein. Sehr zum Bedauern von Turnierdirektor Gerhard Frommer doch nicht am Start: Titelverteidigerin Romina Oprandi aus der Schweiz. Die Vorjahressiegerin, die an Position 3 gesetzt gewesen wäre, hat kurzfristig abgesagt.

Ihren Rang nimmt nun die Slowenin Dalila Jakupovic ein. Angeführt wird das Hauptfeld wie geplant von der Bulgarin Isabella Shinikova, aktuell Nummer 144 der Weltrangliste, gefolgt von der Niederländerin Cindy Burger (149).

Ins Hauptfeld aufgerückt ist dagegen die 36-jährige ehemalige Top-Ten-Spielerin Patty Schnyder aus der Schweiz, die zu ihren besten Zeiten Steffi Graf besiegt hat. Sie bekommt es in der ersten Runde in einem Alpen-Duell mit der Österreicherin Julia Grabher zu tun.

Und die Deutschen im Feld? Die hat teilweise das Lospech erwischt. Die beiden aussichtsreichsten und in Hechingen am besten bekannten Landsfrauen, Laura Schaeder (Heilbronn) und Anna Zaja (Mengen), müssen in der ersten Runde gegeneinander antreten. „Ein bisschen schade“, meint Gerhard Frommer, „beiden hätte ich das Halbfinale zugetraut“.

Schaeder wie Zaja sind gute Bundesliga-Spielerinnen in Diensten von Waldau Stuttgart. Beide haben in Hechingen viele Jugendturniere gespielt, und Anna Zaja hat sogar eine Oma, die in Hechingen lebt. Bedauerlich, dass eine von beiden schon nach dem ersten Spiel weichen muss. Frommer weiß es jedoch optimistisch auszudrücken: „So kommt auf jeden Fall eine von beiden weiter.“ Die junge LBS-Cup-Siegerin Maria Schneider bekommt es in Runde eins mit der Israelin Deniz Khazaniuk zu tun und braucht schon ein kleines Wunder, um weiterzukommen.

Ein kleines Wunder braucht auch der TC Hechingen, wenn die Turnierwoche trocken und ohne Verzögerung über die Bühne gehen sollte. Denn ab heute dürften im Weiher die Sonnen- gegen die Regenschirme getauscht werden. Oder sind die Vorhersagen gar nicht so schlecht? Gerhard Frommer hat den Flugwetterdienst beobachtet und erfahren: „Dauerregen wird es nicht geben.“ Und überhaupt: „Wir haben schon Hochwasser gemeistert und alles. So schnell kann uns nichts schrecken.“ Plan B sieht vor, dass man – wenn es heute regnen sollte – in der Halle das eine oder andere Doppel spielt, um dem Publikum Unterhaltung zu bieten, und dann eben trockene Phasen abwartet. Frommer setzt nicht zuletzt auf den neuen Court Buggy, den die Veranstalter angeschafft haben: „Damit geht man drüber, und dann ist der Platz in 20 Minuten wieder bespielbar.“ Hallentennis in größerem Umfang wird es einstweilen nicht geben. Im Spielplan ist noch reichlich Luft. Notfalls müssen einzelne Ladies eben zweimal am Tag ran.

Wie auch immer: Besser im Griff als die Tennisturnier-Ausrichter in Rio haben’s die Hechinger allemal. Bei Olympia – so hat Frommer beobachtet – wissen noch nicht mal die Balljungen, wohin sie die Filzkugeln werfen müssen. Und Wind- und Wetterkapriolen gibt’s in Brasilien bekanntlich auch.

Info Der Turnierplan sieht vor, dass heute um 11.30 Uhr die Qualifikationsendspiele beginnen. Um 15 Uhr startet das Hauptfeld. Das letzte Match beginnt nicht vor 19 Uhr. Auf dem Center Court ist ein Flutlichtspiel angesetzt.

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