Ladies Open: Dieses Jahr Platz für 1300 Zuschauer

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Turnierdirektor Gerhard Frommer zeigt, wo Bäume gefällt werden mussten, um der vom internationalen Tennisverband geforderten Spielerinnenlounge Platz zu machen.  Foto: 

Der Tennisclub Hechingen steht vor einer ganz großen Herausforderung. Die 20. Auflage der „boso Ladies Open“, des größten Sportereignisses im Hechinger Jahreslauf, wird vom 6. bis zum 13. August erstmals als 60.000-Dollar-Turnier über die Bühne gehen. Es steigt damit zum größten Damen-Freiplatzturnier in Baden-Württemberg und zum zweitgrößten in ganz Deutschland auf.

Und das bedeutet beileibe nicht nur, dass der Siegerin 80 Weltranglistenpunkte und mit umgerechnet 8283 Euro ein rund dreimal so hohes Preisgeld winken wie bisher. Vielmehr muss die komplette Organisation noch weitaus professioneller werden als bei der vertrauten 25.000-Dollar-Variante.

Gerhard Frommer, der Hechinger „Mister Ladies Open“, gab der Presse am Mittwoch einen Einblick, was das bedeutet. So ist es beispielsweise für ein Turnier dieser höheren Kategorie Pflicht, auf der Anlage eine Spielerlounge aufzubauen, in der sich die „Ladies“ ungestört aufhalten und aufwärmen können. Um Platz
dafür zu bekommen, hat der Tennisclub in diesem Winter sogar eine Reihe Bäume fällen lassen müssen. Ende April wird nun damit begonnen, ein Pagodenzelt mit festem Boden aufzubauen, das mit Hometrainern, einem Laufband und Sitzgelegenheiten ausgestattet wird.

Anderes Beispiel: An die Turnier-Speisekarte werden ganz andere Anforderungen gestellt. Schnitzel mit Pommes, Schnupfnudeln oder Cannelloni sind längst nicht mehr genug. Der internationale Tennisverband schreibt ein zusätzliches Reisgericht vor, und auch das Fleisch-Angebot muss ausgeweitet werden. „Also braten wir eben Minuten­steaks“, zeigt sich der Turnierdirektor flexibel.

Ganz wichtig: Die Tribüne um den Center Court wächst weiter. Gegenüber von der 10.000 Euro teuren Sitzplatztribüne wird diesmal erstmals eine kleine Stehtribüne aufgebaut. Auf diese Art und Weise wird die Zuschauerkapazität auf 1300 erweitert.

Dann gibt es noch Anforderungen, die richtig ins Geld gehen: Die Anmeldegebühr, die der TC Hechingen beim Verband zahlen muss, steigt von 3500 auf 7500 Euro. Außerdem wird erstmals eine Bankbürgschaft fällig, um die Preisgeldsumme von umgerechnet 54.500 Euro abzusichern.

100.000 Euro beträgt Frommer zufolge der komplette Turnier­etat, der mit Hilfe von 21 Haupt- und Co-Sponsoren (unter denen auch die Hohenzollerische Zeitung als Medienpartner ist) und ganz viel ehrenamtlichem Engagement gestemmt wird.

In der Tat: Riesig ist die Herausforderung für den ganzen Tennisclub, doch bange machen gilt nicht: „Wir sind sicher, dass wir auch der Organisation eines Turniers dieser Kategorie gewachsen sind“, sagt Gerhard Frommer.

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