Kurzurlaub vom Alltag

Strahlende Gesichter bei Bewohnern, Gästen und Machern: Das erste Demenz-Café im Seniorenwohnheim hatte eine sehr positive Resonanz.

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"Seien Sie herzlich willkommen und machen Sie von der Möglichkeit des Tanzens reichlich Gebrauch", begrüßte Erwin Schäfer, Mitglied der Pflegeberatung beim Caritasverband Zollern, die Gäste. Die Veranstaltung initiiert hatte der Netzknoten Demenz. Menschen, die demente Angehörige betreuen, sollten für einige Stunden Urlaub vom Alltag machen können und Freude und Ausdrucksfähigkeit erleben, die sie nicht mehr vorhanden wähnten.

Nach dem Kaffeetrinken spielten Uschi Haug, Ewald Conzelmann und Alois Stephan von der Hobbygruppe des Balinger Akkordeon-Orchesters altbekannte Lieder und Schlager, die einen sichtlich hohen Erkennungswert besaßen. Nach etwas zögerlichem Anfang tummelten sich bis zu sieben Paare auf der Tanzfläche, die damit an ihr Fassungsvermögen stieß. Dabei handelte es sich bei den Tänzerinnen und Tänzern nicht nur um Menschen, die von der Krankheit direkt betroffen sind. Jeder der zwei Dutzend Gäste, der Lust aufs Tanzen verspürte, sollte dabei sein. Ob Ländler, Walzer, Tango, Polka-Fox oder Foxtrott, die Tanzfläche war jedes Mal mehr als gut frequentiert.

An die 30 Lieder, darunter "Die Fischerin vom Bodensee", "Ein Schiff wird kommen", "Fahre mit mir in die Heimat" und der "Schneewalzer" unterhielten die Anwesenden aufs Beste. Mit einer Polonaise, der sich kaum jemand entziehen wollte, endete nach über zwei Stunden das Tanzvergnügen, das nach Wiederholung ruft. Und die kommt. Am 20. Februar im Altenpflegeheim St. Elisabeth, am 28. März wieder im Wohnheim Graf-Eitel-Friedrich und am 20. April im Marienheim.

Erwin Schäfer dankte allen Gästen fürs Mitmachen und allen Mitwirkenden für die Organisation. Für die Musiker gab es als Dankeschön kleine Spiele. "Schließlich spielen die Spieler ja gerne", meinte Schäfer lachend.

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