Kreissparkasse Tübingen baut für 11,5 Millionen Euro Regionaldirektion in Mössingen

Die Mössinger planen ihre neue Stadtmitte. Daran beteiligt sich auch die Kreissparkasse Tübingen – mit einer neuen Regionaldirektion mitten im Zentrum.

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Bürgerbeteiligung, Arbeitsgruppen, Architektenwettbewerb: Seit 2013 haben die Mössinger an ihrer neuen „Mössinger Mitte“ im Bereich Bahnhof- und Falltorstraße gearbeitet. Entstanden ist ein Stadtentwicklungskonzept mit zwei Plätzen – Stadt- und Marktplatz –, Bäumen und Fontänen. In der direkten Nachbarschaft steht das Gesundheitszentrum und bald ein Parkhaus sowie ein Neubau der KBF auf dem Merz-Areal. Wo früher eine Industriebrache war, soll Leben einkehren.

„Die Stadt hat die Vorgaben festgelegt und gibt Anreize für Investitionen“, erklärt Mössingens Oberbürgermeister Michael Bulander. Das Entwicklungskonzept könne die Stadt allein nicht stemmen, deswegen seien Investoren wichtig. Ein „hervorragender Partner“ sei da die Kreissparkasse Tübingen. Sie baut in der Bahnhofstraße, direkt am Marktplatz, eine neue Regionaldirektion. Geschätzte Investitionssumme: 11,5 Millionen Euro. Die Pläne stellten Jürgen Ferber, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, Gerhard Verworn, Regionaldirektor, Dieter Schmid, Architekt Kreissparkasse, und Wolfgang Neichel, freier Architekt, am Dienstag vor.

Die Idee, die Mössinger Regionaldirektion der Kreissparkasse vom Standort am Rathaus in der Freiherr-vom-Stein-Straße in die Bahnhofstraße zu verlegen, existiert seit 2014, wie Vorstandsvorsitzender Ferber erklärte. Die Räumlichkeiten genügen nicht mehr den Ansprüchen eines modernen Bankbetriebs und „wir sind dann wieder im Zentrum der Stadt und damit noch näher beim Kunden“, sagte Regionaldirektor Verworn. Das Kreditinstitut wollte aber das Stadtentwicklungskonzept abwarten. In dessen Entwurf der ARP Architektenpartnerschaft aus Stuttgart – dem Gewinner des städtebaulichen Wettbewerbs – ist die neue Regionaldirektion das zentral prägende Gebäude in der Mössinger Stadtmitte. Daraufhin lobte die Kreissparkasse selbst einen Architektenwettbewerb aus, den das Ofterdinger Büro Wolfgang Neichel für sich entschied.

„Wir wollten ein strukturiertes Gebäude abgeben“, erklärte Neichel sein Konzept. Zusammen mit seinem Reutlinger Partnerbüro „Zeeb Digel Architekten“ plant er nach dem Abriss des alten Bankgebäudes auf dem Grundstück Bahnhofstraße 2 und 4 ein mehrgeschossiges, 43 Meter langes Gebäude mit verschiedenen, klar gegliederten Nutzungen. Im Erdgeschoss soll das Service- und Beratungszentrum sowie ein Café oder Bistro angesiedelt sein. In den Etagen darüber sind Büros und Beratungsräume sowie ein – auch extern nutzbarer – Veranstaltungsraum für 120 bis 150 Personen geplant. In den Obergeschossen entstehen sechs Wohnungen mit einer Wohnfläche zwischen 60 und 110 Quadratmetern. Zur Entlastung des Verkehrs soll die Tiefgarage unter dem Gebäude mit 28 Stellplätzen über die Forststraße angefahren werden können. Beim Thema Parkplätze macht sich Oberbürgermeister Michael Bulander keine Sorgen: Neue Parkplätze entstehen derzeit im Parkhaus am Gesundheitszentrum, das im Herbst in Betrieb genommen werden soll, sowie auf einem neuen Parkplatz in der Sulzgasse. In der neuen Stadtmitte stehen dann künftig 350 öffentliche Parkplätze zur Verfügung – mehr als bisher.

Spatenstich für die neue Regionaldirektion in der Mössinger Bahnhofstraße soll im Frühjahr 2017 sein. Der Umzug in den Neubau erfolgt voraussichtlich Ende 2018/Anfang 2019. Am Bau beteiligt werden sollen ausschließlich Firmen aus der Region. Auch für das Café wird noch nach einem Betreiber gesucht. Während der Bauphase wird die Filiale Bahnhofstraße in einem Container untergebracht. Das alte Gebäude der Kreissparkasse in der Freiherr-vom-Stein-Straße wird nach dem Umzug der Regionaldirektion gewerblich oder privat vermietet, bleibt aber im Besitz der Bank.

Interessierte können die Pläne und das Modell für die neue Regionaldirektion zu den Geschäftszeiten in der Freiherr-vom-Stein-Straße 16 begutachten.

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