Kohler bleibt beim Nein

In Jungingen tritt Gustolf Kohler bei den Kommunalwahlen im Mai nicht wieder an - nach 43 Jahren. Die Stammmannschaft der Freien Wähler kandidiert erneut. Bis auf Andreas Sauter: Er wechselt zur CDU.

|

Auch in Jungingen bereiten sich die Gemeinderatsfraktionen auf die Kommunalwahlen am 25. Mai vor. Sabine Schramm von den Freien Wählern erklärte schon vergangene Woche, sie wolle bei der Wahl erneut für ihre Fraktion kandidieren. Und Martin Weinschenk gibt auf Anfrage der HZ bekannt, auch er werde wieder mit auf der Liste stehen, ebenso wie der Rest der aktuellen Mandatsträger seiner Fraktion, nämlich Marc Pfeilmayer und Hanspeter Pröpster.

Nicht wieder mit auf die Freie-Wähler-Liste geht indessen der für Alexander Pick ins Gremium nachgerückte Andreas Sauter. Sauter wechselt die Fronten und will im Mai für die CDU antreten.

Damit würde das Angebot der Freien zunächst nur vier Köpfe umfassen. Doch gibt sich Martin Weinschenk zuversichtlich, man werde noch weitere Bewerber gewinnen können. "Wir sind momentan dran", sagt er, will aber noch keine Namen preisgeben. Wenn es denn klappen sollte, werde der Wähler eine attraktive Liste vorfinden, die außer den jetzt genannten Namen auch diejenigen weiterer verantwortungsbewusster Junginger Bürger umfasse. Man wolle eine unabhängige Fraktion sein, die keiner Parteipolitik unterworfen ist und allein das Wohl der Gemeinde Jungingen im Blick hat, erklärt Weinschenk.

Eine Veränderung gibt es auch in den Reihen der CDU. Fraktionschef Gustolf Kohler hatte bereits angekündigt, dem Rat Adieu zu sagen. Gegenüber der HZ meinte der profilierte Kommunalpolitiker, der die Vorgänge in der Gemeinde Jungingen wie kaum ein zweiter kennen dürfte: 43 Jahre seien genug. Jetzt müssten "Jüngere ran" und "ihre Zukunft selbst gestalten".

Auch von Edeltraud Junck hörte man zunächst, dass sie nach 25 Jahren Ratsmitgliedschaft für eine weitere Periode nicht mehr zur Verfügung stehe. Von Martina Gfrörer, Jürgen Ulrich und Ralf Schuler heißt es hingegen, sie seien bereit, sich für die CDU einer neuerlichen Wahl zu stellen.

Was die Suche und das Finden zusätzlicher CDU-Kandidaten angeht, gibt sich Gustolf Kohler weniger euphorisch als sein Freie-Wähler-Gemeinderatskollege Weinschenk. Es werde immer schwieriger, Kandidaten zu bekommen. Die Bereitschaft, sich in die Kommunalpolitik einzubringen, schwinde - weiß Kohler. Trotzdem: Für ihn sei definitiv Schluss. Was die übrigen sowie weitere Namen angeht, wollte er keine Garantie übernehmen.

Spätestens die Nominierungsversammlung werde es an den Tag bringen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Maute-Areal: Termin für Zwangsversteigerung steht fest

Die Fabrikruine in der Bisinger Bahnhofstraße wird im November vor dem Amtsgericht in Hechingen zwangsversteigert. weiter lesen