Kindersegen bleibt abzuwarten

Gilt der sagenhafte Kindersegen dank Meister Adebar eigentlich auch bei Durchzüglern? Man wird es sehen. Ein Storch hat am Montagabend in Hechingen auf dem Unteren Turm Station gemacht.

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  • Auf einer alten Postkarte ist ein Storchenpaar nachträglich eingefügt worden. Die Hechinger trauerten wohl erheblich, weil das Storchennest nicht besetzt war. 1/4
    Auf einer alten Postkarte ist ein Storchenpaar nachträglich eingefügt worden. Die Hechinger trauerten wohl erheblich, weil das Storchennest nicht besetzt war. Foto: 
  • Mit prima Aussicht auf die Unterstadt: Der Storch auf dem Unteren Turm. 2/4
    Mit prima Aussicht auf die Unterstadt: Der Storch auf dem Unteren Turm. Foto: 
  • Nur auf Zwischenstation - aber so ein Nestgerüst scheint bequem zu sein. 3/4
    Nur auf Zwischenstation - aber so ein Nestgerüst scheint bequem zu sein. Foto: 
  • Nur die Ruhe: Auch die nächtliche Beleuchtung störte Meister Adebar nicht. 4/4
    Nur die Ruhe: Auch die nächtliche Beleuchtung störte Meister Adebar nicht. Foto: 
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Ludwig Egler berichtete in seiner Hechinger Chronik, dass 1879 das Storchenpaar, das auf dem Unteren Turm nistete, am 27. März aus dem Winterquartier zurückkehrte: "Dieses kühn angebrachte Storchennest erregt das Interesse jedes Fremden." 1935 war es damit vorbei. Nach einem Sturm musste das Nest entfernt werden; besetzt war es schon lange nicht mehr, weil die Störche zu wenig Nahrung gefunden hatten.

Am Montagabend aber landete ein Storch auf dem Unteren Turm und ließ es sich dort einige Zeit gefallen. Ob er auf Nestsuche für nächstes Jahr war? Der eiserne Unterbau des Nestes ist ja noch da. Ein Storchenpaar und den damit sagenhaft verbundenen Kindersegen könnte Hechingen gut gebrauchen.

Wahrscheinlich aber ist der Adebar ein Durchzügler, der schon auf dem Weg nach Afrika ist. Seit den 1980er-Jahren haben sich die Storchenbestände in Baden-Württemberg gut erholt. Rund 300 Paare brüten in Oberschwaben, in der Baar und im Rheintal. Davon überwintert etwa ein Drittel im Ländle.

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