Kastration ist Tierschutz

Etliche Gemeinden im Landkreis Sigmaringen zahlen jetzt Zuschüsse für die Kastration von Katzen. Für weibliche Tiere erhalten die Besitzer 30 Euro, für Kater 15 Euro. Das Motto: "Kastration ist Tierschutz".

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Katzenelend muss nicht sein: Gemeinden im Landkreis Sigmaringen gehen jetzt in die Offensive und unterstützen die Kastration finanziell. Foto: Landratsamt Sigmaringen

"Wie im November zugesagt haben wir inzwischen einen ersten Vorschlag für eine kommunale Katzenschutzverordnung ausgearbeitet", erklärte die Landesbeauftragte für Tierschutz, Cornelie Jäger, gestern in Stuttgart. "Der Text steht allen Interessierten auf der Homepage des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zur Verfügung. Der Entwurf mit Erläuterungen soll den Einstieg in die Diskussion über geeignete Maßnahmen gegen das Elend verwilderter Katzen erleichtern."

Durch das im vergangenen Sommer in Kraft getretene neue Bundestierschutzgesetz wurde eine neuartige Regelung eingeführt, die ermöglicht, den unkontrollierten freien Auslauf fortpflanzungsfähiger Katzen zu beschränken oder zu verbieten, soweit das zur Verhütung erheblicher Schmerzen, Leiden oder Schäden bei verwilderten Katzengruppen notwendig und sinnvoll ist. "Im November 2013 hat die Landesregierung das Recht, Maßnahmen bis hin zu Kastrationsgeboten zu erlassen, auf die Städte und Gemeinden des Landes übertragen, um die speziellen Erfahrungen vor Ort nutzen zu können", erläuterte die Landesbeauftragte den Hintergrund für den nun zur Verfügung gestellten Entwurf.

Vorbildlich findet Jäger die Aktion "Kastration ist Tierschutz", die derzeit Gemeinden im Landkreis Sigmaringen entwickeln, um Katzenhalter und Tierschützer darin zu unterstützen, die unkontrollierte Vermehrung frei laufender Katzen zu minimieren. Tierhalter können dort noch bis 31. Januar ihre Katzen freiwillig kastrieren und gleichzeitig kennzeichnen lassen und erhalten einen Teil der Kosten erstattet. "Solche Aktivitäten wie in den Gemeinden im Kreis Sigmaringen müssen stattfinden, bevor alle Katzenhalter in die Pflicht genommen werden, ihre Tiere unfruchtbar machen zu lassen", sagte die Tierschutzbeauftragte. Jäger bekräftigte erneut, wie wichtig es sei, dass Tierschutzorganisationen, Verwaltungen und möglichst alle von der Katzenproblematik betroffenen Personenkreise in diesem Jahr ins Gespräch kommen.

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