Jugendraum ins Schulhaus?

Vertreter der Stadt- und der Ortsverwaltung sowie des Jugendvereins Bunker trafen sich jüngst vor Ort, um über die Möglichkeiten der Neugestaltung eines Domizils für die Jugendlichen zu sprechen.

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Beim Vor-Ort-Termin: Vertreter der Weilheimer Jugend sowie der Stadt- und der Ortschaftsverwaltung. Foto: Bernd Ullrich

Tobias Beck, Sprecher der Weilheimer Jugendlichen und ehemaliger Vorsitzender des 80 Mitglieder umfassenden Vereins Bunker, legte beim montäglichen Vor-Ort-Termin mit Vertretern der Stadt und der Ortschaft die Notwendigkeit eines größeren Jugendraumes dar. Die derzeitige Räumlichkeit im Rathaus sei einfach zu klein. Im Schnitt zähle man 20 bis 25 Besucher, womit der Raum aus allen Nähten platze. An ein Teilen des Zimmers - um verschiedenen Alters- und Interessengruppen gerecht zu werden - sei gar nicht zu denken. Durch die beengten Verhältnisse könne man eine sinkende Frequenz feststellen, wusste Beck zu berichten.

Dass der Sprecher der Weilheimer Jugendlichen Recht hat, davon überzeugten sich die Gäste beim Besuch des Raumes selbst. Im letzten Jahr hatten die jungen Leute in einer Dokumentation auf die Möglichkeit einer Erweiterung und die ihrer Meinung nach durchaus machbare Finanzierung hingewiesen. Das große Problem: der mitten in der möglichen Erweiterung stehende Backofen, der unter Denkmalschutz steht. Auch Stadtjugendpfleger Rainer Püttbach sieht in Sachen Jugendraum Bedarf. Es sei wichtig, dass die Jugendlichen im Dorf bleiben: "Das tut den Jugendlichen und dem Dorf gut."

Weder ein Neubau auf der grünen Wiese noch die Nutzung des Feuerwehrhauses kommen alternativ in Frage, ergab eine kurze Diskussion. Angetan zeigten sich die Vertreter der Stadtverwaltung von den Räumlichkeiten im alten Schulhaus. Diese werden bis dato von verschiedenen Vereinen und Gremien genutzt. Aber der Nutzungsrahmen werde, so der städtische Wirtschaftsbeauftragte Hans Marquart, nicht ausgeschöpft.

Weitere Überlegungen ließen die Möglichkeit, hier einen Jugendraum zu installieren, näher rücken. Sichtlich erfreut über diese Entwicklung zeigten sich die beiden Bunker-Vertreter, die ihre aktive Hilfe bei der Umgestaltung anboten. Aus baurechtlicher Sicht gebe es keine Hindernisgründe für eine Nutzungsänderung und -erweiterung, meinte Fachbereichsleiter Bernd Lübbe. Selbstverständlich wolle man auf die Vereine Rücksicht nehmen, meinte der Erste Beigeordnete Philipp Hahn. "Wir peilen eine Gesamtlösung an, einen großen Kompromiss. Dabei soll niemand verprellt werden, sich aber jeder wiederfinden können." Es gehe jetzt darum, mit den Vereinen zu reden. Und das möglichst zeitnah.

An Ortsvorsteherin Ingrid Riester gerichtetet, machte der Erste Beigeordnete das Angebot, bei dieser Unterredung dabei zu sein, "so es gewünscht wird".

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