Jürgen Ulrich aus Junginger Gemeinderat verabschiedet

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Matthias Kohler (links) rückt für Jürgen Ulrich (rechts) in den Junginger Gemeinderat nach. Bürgermeister Harry Frick verabschiedete und begrüßte.  Foto: 

Nach 32 Jahren zieht sich der Junginger CDU-Gemeinderat Jürgen Ulrich aus der Kommunalpolitik zurück. „Sie haben drei Bürgermeister erlebt: Norbert King, Jürgen Weber und Harry Frick“, sagte der amtierende Rathaus­chef, als er den Dienstältesten im Gremium am Donnerstagabend verabschiedete.

Harry Frick nannte Ulrich „das Urgestein des Gemeinderates“ und – nach einem Blick in die Runde – „den letzten Krawattenträger“ am Tisch. Das sei freilich auch berufsbedingt, meinte Frick, schließlich ist Ulrich Stiftungsmanager der Sparkasse Zollern­alb. Als ausgewiesener Finanzfachmann habe er am Ratstisch immer wieder hilfreiche Ratschläge geben können. Der Bürgermeister würdigte den Scheidenden als „immer sehr ausgewogen, vernünftig und lösungsorientiert“. Manchmal sei er auch „gegen den Strom geschwommen, zum Beispiel beim Freibad“. Frick erinnerte auch an die „Nachsitzungen“, die Ulrich mit vielen humorvollen Anekdoten und mit seinem erstaunlichen Geschichtswissen bereichert habe. Als Vorsitzender des Hechinger Sozialwerkes bleibe Ulrich dem Ehrenamt erhalten.

Zum Ende der kommunalpolitischen Laufbahn überreichte der Bürgermeister Jürgen Ulrich Ehrennadel, Stele und Urkunde des Gemeindetages für über 30-jährige Mitgliedschaft. Seitens der Gemeinde gab’s eine weitere Urkunde, eine Wanduhr mit Jungingen-Logo und Blumen für Ehefrau Simone Ulrich.

Als Nachfolger im Gemeinderat verpflichtete Frick Matthias Kohler, der als Kommunalpoltiker in große Fußstapfen tritt. Frick erinnerte daran, dass Kohlers Opa 22 Jahre lang im Gremium war und sein Onkel Gustolf gar 43 Jahre.

Einstimmig beauftragt hat der Rat den Kauf eines neuen MAN- Feuerwehrautos mit Beladung durch die Fellbacher Firma Barth. Kosten wird es 441­ 000 Euro.

Sieben Millionen Euro hat das Volumen des
Junginger Haushalts­planentwurfs für 2017, der am Donnerstagabend im Gemeinderat eingebracht wurde.

Neue Schulden muss die Gemeinde nicht machen, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Allerdings müssen 816­ 000 Euro aus der Rücklage entnommen werden, um den Haushalt auszugleichen – vor allem, weil die Erschließung des Baugebietes „Reute“ jetzt auf den Haushalt zurückfällt. Damit geht ein Großteil des Finanzpolsters für die kommenden Jahre verloren.

Die gute Nachricht: Steuer- und Gebührenerhöhungen drohen den Jungingern im kommenden Jahr nicht.

Größere Ausgaben (gut 500­­­ 000 Euro) stehen 2017 in der Grundschule an: Die Außenhülle samt Dach soll saniert und die Schulküche erneuert werden. Auch der Gemeindesaal soll eine neue Küche erhalten. In der Unterdorfstraße steht eine Brücke zur Sanierung an.

Auch das Sorgenkind namens Freibad bleibt im Blick: 20 000 Euro werden eingeplant, um die Machbarkeit eines Naturfrei­bades zu untersuchen. hy

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