INTERVIEW · "BENEFIZ FOR KIDS"-MACHER NICKLAS BECKER: Das wird ein richtig schöner Familientag

Heute in zwei Wochen steigt die zweite Auflage von "Benefiz for Kids", der großen Spaßveranstaltung im Weiherstadion für einen guten Zweck. Hechinger Vereine und Gruppen stehen zum Mitmachen bereit.

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Die Premiere war ein richtiger Kracher. Und wie schauts dieses Jahr aus? Die HZ sprach mit Organisator Nicklas Becker.

Eine Benefizveranstaltung, die allen Beteiligten auch noch viel Spaß macht, ist eine runde Sache. Wer hatte denn die Idee dazu? Waren Sinn und Zweck von Anfang an klar?

NICKLAS BECKER: Den Ursprung fand diese Veranstaltung in einer Diskussion in unserer Vorstandssitzung. Wir stellten fest, dass es in Hechingen viele Vereine gibt, die jedoch kaum etwas gemeinsam unternehmen, geschweige denn, dass man sich untereinander kennt. Hierdurch entstand dann die Grundidee dieser Veranstaltung. Der Aspekt "Benefiz" kam hinzu, als ich die erste Nacht darüber geschlafen habe. Als ich das der Vorstandschaft mitteilte, waren alle hellauf begeistert, und das Grundkonzept von "Benefiz for Kids" war geboren.

Die Premiere im vergangenen Jahr war schon ein kleines Wagnis. Wie erklären Sie sich die gute Resonanz gleich beim ersten Mal?

BECKER: Das mit dem Wagnis sehe ich ein wenig anders. Was hatten wir zu verlieren? Wäre die Veranstaltung gefloppt, hätten wir das gleiche Verhältnis zwischen den Vereinen wie zuvor, und Kinder brauche Frieden hätte ebenfalls den gleichen Kontostand wie zuvor. Wir konnten also nur gewinnen. Aber Sie haben schon Recht, dass wenn wir so etwas machen der Ehrgeiz auch enorm hoch war, einen ordentlichen Spendenbetrag zusammen zu bekommen. Und ich denke, das haben wir gemeinsam geschafft. Ein wichtiger Grund für diesen Erfolg war das Konzept der Veranstaltung. Man spendet nicht einfach nur und bekommt nichts als Gegenleistung, sondern man hat dabei noch einen Riesenspaß. Dadurch, dass die Verpflegung gespendet wurde, war es fast schon ein Selbstläufer, da sich der Spendenbetrag durch jede verkaufte Cola erhöhte. Aber auch die teilnehmenden Mannschaften und die Sponsoren sorgten dafür, dass es ein in meinen Augen rundum erfolgreiches Event war.

Was ist dieses Jahr anders als 2012, und wieso wurden Änderungen vorgenommen?

BECKER: Eigentlich hat sich am Grundkonzept gar nichts geändert, warum auch? Wir haben uns nur überlegt, wie wir es der Bevölkerung attraktiver machen können, um sie ins Weiherstadion zu locken. Diese Veranstaltung soll sich zu einem schönen Familientag entwickeln, bei dem besonders die Kinder, aber auch Mama und Papa, Spaß haben können. Deshalb haben wir nur am Rahmenprogramm gearbeitet. Und das meiner Meinung nach hervorragend. Neben Weizenbrunnen, Festzelt und Tombola können die Besucher aber auch selbst aktiv werden. So kann beim Torwandschießen oder beim Schussradar das fußballerische Können unter Beweis gestellt werden. Um Geschicklichkeit geht es dann beim Kistenstapeln, wo wir durch die Firma Weigold und den Alpenverein unterstützt werden. Ab 13 Uhr folgt dann das eigentliche Highlight. Sowohl Feuerwehr, Rettungshundestaffel als auch die Polizei demonstrieren ihr Können in drei Vorführungen.

Wie viele Besucher waren es letztes Jahr, und mit wie vielen rechnen Sie am 29. Juni?

BECKER: Ich muss ehrlich sein, ich habe keine Ahnung, wie viele Zuschauer im vergangenen Jahr im Weiherstadion waren. Ich schätze auf den gesamten Tag verteilt so etwa 150 bis 200. Das gilt es nun bei der zweiten Auflage zu verbessern. Aus organisatorischer Sicht haben wir meiner Meinung nach alles getan, um es für die Zuschauer so attraktiv wie möglich zu machen. Ich denke, die Tatsache, dass jeder durch den Verzehr von Speisen und Getränken Gutes tun kann, sollte für jeden auch ein Anreiz sein. Für wen dies nicht genug ist, stehen genügend Spendenkässchen zur Verfügung.

Aus welchem Grund haben Sie gerade "Kinder brauchen Frieden" als Adressat des Erlöses genommen?

Es gibt genau zwei Gründe dafür. Zum einen ist "Benefiz for Kids" eine Hechinger Veranstaltung mit Hechinger Vereinen und Hechinger Sponsoren. Also sollten die Spenden auch für eine Hechinger Institution gesammelt werden. Zum anderen verfolge ich die Arbeit von Kinder brauchen Frieden seit einer Weile. Die aufopferungs- und hingebungsvolle Arbeit dieser Organisation ist aller Ehren wert. Aus diesem Grund gab es für mich nur diesen Verein. Spätestens bei der Spendenübergabe im vergangenen Jahr fühlte ich mich mit der Entscheidung für Kinder brauchen Frieden bestätigt, als wir von einem Verantwortlichen von Kinder brauchen Frieden erfuhren, was mit unserem gemeinsam gespendeten Geld nun passieren wird. Die Arbeit dieses Vereins ist einfach nur unbeschreiblich toll.

Gehts munter weiter? Wird es auch 2014 ein "Benefiz for Kids" geben?

BECKER: Diese Entscheidung lassen wir uns noch offen. Man darf nicht vergessen, dass es ein enormer Aufwand ist, der immer wieder bewerkstelligt werden muss. Solange aber die Hechinger Vereine, die Stadt Hechingen selbst und die Sponsoren so hinter diesem Konzept stehen, sehe ich gute Chancen, dass es auch nächsten Jahr "Benefiz for Kids" zum Dritten heißt.

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