In Hechingen: Vortrag über die Gülen-Bewegung

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Ercan Karakoyun kommt am Mittwoch in die Alte Synagoge.  Foto: 

Die türkischstämmige muslimische Gülen-Bewegung ist derzeit in aller Munde. In der Türkei werden ihre Mitglieder verfolgt, mit Ausreiseverboten belegt, entlassen, enteignet oder ins Gefängnis gesteckt. Auch in Deutschland scheint dies nicht ohne Folgen zu bleiben: So sehen sich Anhänger der Gülen-Bewegung Denunziations- und Boykottaufrufen, Beschimpfungen, Bedrohungen und Bespitzelung durch ihre Gegner ausgesetzt.

Ercan Karakoyun, der Vorsitzende der Stiftung Dialog und Bildung in Berlin, beschreibt in seinem kürzlich erschienen Buch „Die Gülen Bewegung: Was sie ist, was sie will“ (Herder 2017) die Ziele der auch hierzulande aktiven Gülen-Bewegung, die sich selbst „Hizmet“ nennt: einen menschlichen Islam, Demokratie, Bildung und Dialog mit anderen Religionen. Diesen Zielen widmen sich in Deutschland eine Vielzahl der Bewegung nahestehender Schulen, Nachhilfezentren sowie Kultur- und Dialogvereine. Ihr Engagement ist jedoch nicht unumstritten; Kritiker werfen der Bewegung Intransparenz und Unterwanderung vor.

Was ist die Gülen-Bewegung? Was will sie? Was ist dran an den Vorwürfen der Kritiker? Wie ernst meint es die Bewegung mit dem interreligiösen Dialog? Karl-Hermann Blickle, Vorsitzender Stiftung Stuttgarter Lehrhaus für interreligiösen Dialog und langjähriger Vorsitzender des Hechinger Synagogenvereins, sucht am Mittwoch, 20. September, ab 20 Uhr in der Alten Symnagoge im Gespräch mit Ercan Karakoyun nach Antworten auf diese Fragen.

Ercan Karakoyun, geboren 1980 in Schwerte, studierte Raumplanung mit Schwerpunkt Stadtsoziologie und war Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. 2008 übernahm er als Mitbegründer die vorsitzende Geschäftsführung des Forums für Interkulturellen Dialog e.V. und ist seit ihrer Gründung 2014 Vorsitzender der Stiftung Bildung und Dialog, die als Ansprechpartner für die Gülen-Bewegung in Deutschland gilt. Er ist Mitgründer des House of One, einem geplanten Bet- und Lehrhaus für die drei monotheistischen Religionen in Berlin.

Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

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