Im 112 Jahre alten Junginger Pfarrhaus hat die Sanierung begonnen

In den nächsten Wochen und Monaten wird sich einiges am und im Junginger Pfarrhaus tun. Die Sanierung hat jetzt begonnen. Ende August sollen die Baumaßnahmen fertig sein. Die Kosten liegen bei 250 000 Euro.

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Erst wird ausgeräumt, dann wird das Junginger Pfarrhaus saniert. Foto: Horst Bendix

Beachtliche 112 Jahre alt ist das schmucke Junginger Pfarrhaus direkt neben Kirche und Schule. Es ist ein Liebhaberobjekt, wie viele Junginger meinen. In diesen Tagen hat die Komplettsanierung begonnen, nachdem die Räume im Erdgeschoss ausgeräumt worden sind. Das Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau, Martin Beck aus Gammertingen, hat die Bauplanung. Die Kosten belaufen sich auf rund 250 000 Euro.

An dem markanten, villenartigen Pfarrhausgebäude mit großem Garten läuft damit die Renovierung. Das Erzbischöfliche Bauamt hat dazu die Baufreigabe erteilt, teilte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Wilma Evers der HZ mit.

Im Jahr 1900 stellte Landeskonservator Laur fest, "dass das alte Pfarrhaus in seinem jetzigen Zustand den Anforderungen nicht mehr entspricht, da auch die Lage bei schlechten Zufahrtswegen ungünstig ist, wird ein Neubau im Pfarrgarten unmittelbar neben der Pfarrkirche St. Silvester empfohlen." Die Gesamtkosten des damaligen Pfarrhausneubaus betrugen damals rund 17 000 Mark. Nachdem im Jahr 1901 der Grundstein gelegt worden war, konnte der damalige Pfarrer Johann Scherer ein Jahr später, also 1902, in das neue Pfarrhaus einziehen. Seit dieser Zeit standen immer wieder Renovierungsarbeiten bis in die heutigen Tage an.

Die verstorbenen Pfarrer Monsignore und Prälat Benno Kramer sowie Geistlicher Rat Eugen Wessner wohnten die längste Zeit im Junginger Pfarrhaus. Das Junginger Pfarrhaus war jahrzehntelang die Schaltzentrale der Hohenzollerischen Pilgerzüge nach Beuron, Einsiedeln und Altötting.

Im Rahmen der jetzigen Arbeiten wird sich in den nächsten Wochen und Monaten einiges tun im Gebäude, versichert das Ingenieurbüro Beck. Im Erdgeschoss, wo sich die Räumlichkeiten des Pfarrbüros befanden (das Büro wurde nach Burladingen verlegt), werden zwei Räume zu einem größeren Versammlungsraum zusammengeschlossen, um so mehr Platz zu schaffen für Veranstaltungen der Pfarrgemeinde.

Die bereits bestehende Küche wird modernisiert, berichtet Martin Beck. Alle Räume des Pfarrhauses, auch die darüber liegende Wohnung, bekommen einen frischen Anstrich an Wänden, Decken, Flur und Türen. Aus dem Energiegutachten, so Martin Beck weiter, wurde ersichtlich, dass ebenfalls Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Heizkosten einzudämmen. Aus diesem Grund wird die Außenfassade energetisch saniert.

Das Ziel ist, bereits Ende August mit den umfangreichen Baumaßnahmen fertig zu sein. Und ab diesem Zeitpunkt steht dann einer optimalen Nutzung des Junginger Pfarrhauses durch die katholische Pfarrgemeinde rein gar nichts mehr im Wege.

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