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Serienmeister siegt

TV Rottenburg - VfB Friedrichshafen 1:3 (24:26, 14:25, 25:23, 17:25)

Gegen den Serienmeister der Volleyball-Bundesliga, VfB Friedrichshafen, hat der TV Rottenburg gut mitgehalten und sogar einen Satz geholt. Mit der Heimniederlage vor 2000 Zuschauern in der Tübinger Paul-Horn-Arena konnte TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger leben: "Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Vor allem unsere Taktik wurde gut umgesetzt, und wir hatten nur zwei schwächere Phasen".

Das erste Heimspiel des neuen Jahres begann für den TVR verheißungsvoll: Der übermächtig scheinende Gegner aus Friedrichshafen erwies sich nicht als übermächtig. Vielmehr begann der TVR richtig stark, setzte mit dem ersten Punktgewinn ein Zeichen und fing an, sich immer mehr zu steigern. Der Tabellenzweite VfB Friedrichshafen kam weiterhin nicht ins Spiel, und Rottenburg wurde immer stärker, folglich ging der TVR nach anfänglichem Rückstand immer wieder in Führung. Beim Stand von 18:15 sah es sehr gut aus für den TVR. Allerdings schafften die Domstädter es erneut nicht, die starke Leistung bis zum letzten Punkt zu bringen. Vielleicht waren es am Ende die Rottenburger Aufschlagfehler, die sie den ersten Satz unglücklich verlieren ließen.

In Satz zwei machte der TVR schnell zwei Punkte, dann folgte ein Lauf der Friedrichshafener. 2:5, 4:9 und 10:16 waren die Spielstände. Vor allem eine starke Leistung von Max Günthör auf Seiten der Gäste baute die Führung aus, eine Aufschlagsserie von Baptiste Geiler schraubte den Vorsprung auf über zehn Punkte. Allmählich wurde erkennbar, warum der VfB derzeit die wohl stärkste Mannschaft der Liga ist. Gleichzeitig ging dem TVR etwas der Mut verloren, ebenso das starke Blockverhalten und die Effizienz aus dem ersten Satz fehlte den Jungs von Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger. Am Ende hieß es 25:14.

Dann kam der Rottenburger Mut wieder ins Spiel und im Mittelblock Aitor Canca Fernandez: Der Neuzugang aus Spanien setzte sofort Akzente und brachte den TVR mit 5:3 in Führung. Auch wenn der VfB klar am Drücker war, ließ sich der kämpfende TVR nicht abschütteln. Nach gelegentlichen Fehlern der Gäste setzte man selber starke Aktionen. Beispielsweise aus einem 12:16 machten die Rottenburger ein 16:16. Ein hervorragendes Publikum versuchte zudem, die Lokalmatadoren zum Satzgewinn zu schreien. Ganz unglücklich setzte es sich bei Rottenburg die Untugend fort, Aufschläge ins Netz zu setzen. Doch eine herausragende Schlussphase kam den Rottenburger zu Hilfe: Mit zwei Assen holte sich der TVR den dritten Satz.

Nach dem relativ unerwarteten Satzgewinn der Rottenburger steigerte sich das Niveau enorm. Die Paul-Horn-Arena, längst zum Hexenkessel geworden, sah einige sensationelle Ballwechsel und zwei Mannschaften auf ähnlichem Niveau, die sich aber auch gar nichts schenkten. Auch wenn der VfB mit 11:16 und 14:19 in Führung ging, versuchte der TVR den zweiten Satzgewinn in greifbarer Nähe zu halten. Schließlich wurde der TVR gegen Ende des vierten Satzes unkonzentrierter, und die bessere Mannschaft setzte sich schließlich gegen einen beachtlich starken TV Rottenburg mit 25:17 durch.

Revanche gegen "Piraten"

TV Rottenburg - Volleys Mitteldeutschland (heute, 19.30 Uhr, Paul-Horn-Arena Tübingen)

Zum Start in die Rückrunde steht den Bundesliga-Volleyballern des TV Rottenburg heute eine richtungsweisende Partie ins Haus. Um 19.30 Uhr sind die Chemie Volleys Mitteldeutschland in der Tübinger Paul-Horn-Arena zu Gast. Die "Piraten" liegen mit fünf Punkten in der Tabelle zwar hinter dem TVR (Rang acht), das Hinspiel in Spergau gewann die Mannschaft um Ex-TVR-Spieler Phillip Trenkler aber mit 3:2. "Die Hinspielniederlage hat uns lange weh getan. Wir sind also vorgewarnt und wollen uns mit einem Sieg revanchieren", sagt TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger.

Beim TV Rottenburg sind alle Spieler gesund und einsatzbereit. Im Gegensatz zu Mitteldeutschland hat der TVR bereits ein Pflichtspiel (gegen Friedrichshafen) in 2014 bestritten, für den CVM ist es der Auftakt ins neue Volleyballjahr. Für TVR-Trainer Müller-Angstenberger hat das Spiel gegen die "Piraten" "allerhöchste Priorität", mit einem Sieg könnte sich der TVR vom Gegner distanzieren und sich seinen Platz im Mittelfeld der Tabelle festigen.

Handball in Mössingen

TV Neuhausen - Kadetten Schaffhausen (Donnerstag, 16. Januar, 19 Uhr, Steinlachhalle Mössingen)

Internationaler Spitzenhandball wird am kommenden Donnerstag in der Mössinger Steinlachhalle geboten. Zweitligist TV Neuhausen trifft auf den Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen. Damit gelang es den Machern von HIM (Handball in Mössingen) endlich, mit dem TV Neuhausen das Aushängeschild des Bezirks Achalm-Nagold im Männerhandball nach Mössingen zu lotsen, der sonst immer in der Paul-Horn-Arena Tübingen spielt. Trainer bei Neuhausen ist allerdings nicht mehr Markus Gaugisch, sondern Alek-sandar Stevic, weil Gaugisch frühzeitig zum Jahreswechsel seinen neuen Trainerjob beim HBW Balingen-Weilstetten antreten durfte. Damit kommt es nicht mehr zum angekündigten "Markus-Duell" mit dem auf der gegnerischen Seite agierenden Kadetten-Trainer Markus Baur, der mit Deutschland Weltmeister 2007 im eigenen Land war. Dem Spiel wird das sicher keinen Abbruch tun. "Gaugi" kommt vermutlich trotzdem, zumal seine Kinder bei der SpVgg Mössingen spielen. Und auf den neuen Trainer Aleksandar Stevic, ehemals wie Gaugisch (und auch Baur) Bundesligaspieler beim VfL Pfullingen, darf man gespannt sein. Das wird auch deswegen kein Freundschaftsspiel, sondern ein echter Test. Den Schweizern, die auf ihrer Homepage zur Mitfahrt ins 130 Kilometer entfernte Mössingen aufrufen, will die Mössinger Sportvereinigung eine Zuschauerkulisse von 1000 Zuschauern bieten.

Es kommt in Mössingen zu einem kleinen Familientreffen aktueller und ehemaliger Bundesligaspieler aus der Region. Baur, Gaugisch, Stevic wurden als ehemalige Pfullinger bereits benannt. Aus dem TVN-Trainerstab gesellen sich noch Axel Kromer (Landestrainer des HVW mit Wohnsitz in Mössingen), Alexander Trost und Manager Dieter König (Studienrat in Mössingen) hinzu. Nicht zu vergessen "Oldie" Ralf Bader, der nebenbei noch die Bundesliga-A-Jugend der JSG Echaz-Erms coacht.

Eintrittskarten im Vorverkauf für fünf Euro (Studenten 2,50 Euro) gibt es bei der Volksbank Mössingen, bei MAD-Fitness, beim Brauhaus Fischer und bei der Kreissparkasse Mössingen.

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