HZ-Serie "Die Geschäftsidee": So chic wie Frauchen

Von "Germanys next Topmodel" bis Prada und Gucci: Tausende von Mädchen und jungen Frauen träumen von einer Karriere in der schillernden Welt der Mode. Anika Rother lebt diesen Traum.

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  • Modedesignerin Anika Rother in ihrem Atelier. Foto: Schoder 1/4
    Modedesignerin Anika Rother in ihrem Atelier. Foto: Schoder
  • Eines der "kANIKAze"-Unikate. 2/4
    Eines der "kANIKAze"-Unikate.
  • Chic wie Frauchen. 3/4
    Chic wie Frauchen.
  • Oder wie Frauchens Schuhe. 4/4
    Oder wie Frauchens Schuhe.
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Es ist ein langer und steiniger Weg, den Anika Rother beschritten hat. Das sagt sie selbst - und als junge, aber schon branchenerfahrene Modedesignerin weiß sie, wovon sie redet. Seit Juli hat sie in der Haigerlocher Straße in Rangendingen ihr eigenes Atelier. Ihre Kunstfertigkeiten reichen weit. Die Königsdisziplin der Maßschneiderei beherrscht sie ebenso wie einfache Änderungsarbeiten. Aber Anika Rother greift weiter nach den Sternen: ein eigenes Label will sie etablieren. Unter "kANIKAze" will sie Damenbekleidung und Hundemode miteinander vereinen.

Doch zurück zum Anfang: "Ich interessiere mich schon mein ganzes Leben für Mode und alles was mit Mode in Verbindung steht", benennt Anika Rother den Schlüssel zu ihrem beruflichen Werdegang. Für sie gebe es nichts schöneres, als Stoffe auszusuchen, und aus den verschiedensten Materialien und Details etwas völlig Neues und Einzigartiges zu gestalten. Farben, Formen und die ständige Herausforderung, sich Gedanken zu machen, wie man etwas von einer Idee im Kopf, erst zeichnerisch auf das Papier und dann in die Realität umsetzen kann, faszinieren die junge Frau. "Man lässt seiner Fantasie freien lauf und dabei entstehen die verschiedensten Dinge", beschreibt die junge Frau den kreativen Prozess.

Schon als Kind begann die zierliche Blondine, sich die ersten Stücke zu nähen und zu gestalten. Es wurde ihr offenbar in die Wiege gelegt. Ihre Familie sei "sehr kreativ", von ihrer Mutter habe sie schon früh die ersten Nähkenntnisse erlernt. Auch später als Teenager setzte sich Anika Rother immer fleißig an die Nähmaschine, nicht zuletzt um an den Wochenenden in der Disco ihre topmodernen Outfits vorführen zu können. Während dieser Zeit festigte sich ihr Entschluss, einen Beruf in der Textilbranche zu erlernen: "Ich wusste, dass ich Modedesign zu meinem Beruf machen wollte, um eines Tages mit einer Selbständigkeit eigene Kollektionen zu machen." Dabei wusste sie auch, und ruft das anderen modeaffinen Mädchen warnend zu: "Nicht jeder, der Modedesign studiert hat, hat die Chance, später überhaupt mal in einem Betrieb zu arbeiten, ich kenne viele, die leider nie eine Stelle gefunden haben."

Bei Anika Rother hat alles gut geklappt. Nach dem Fachabitur suchte sie sich einen Ausbildungsplatz zur Modeschneiderin. Schon während der dreijährigen Ausbildung übernahm sie oft für Freunde, Verwandte, Bekannte Änderungen oder Anfertigungen. Danach war es endlich soweit: "Ich konnte endlich auf eine Modeschule, um dort meinem Traum nochmal ein Stück näher zu kommen." Die dreijährige Designausbildung erfüllte alle Erwartungen - und bestätigte die junge Frau in ihrem Wunsch, Modedesignerin zu werden.

Nach den sechs Jahren Ausbildung arbeitete Anika Rother noch kurze Zeit in einem Betrieb als Modedesignerin. "Aber der Wunsch nach Selbständigkeit hat mich nie losgelassen", sagt sie. So beschloss Anika Rother "das zu verwirklichen, wovon viele träumen" und zugleich "dorthin zu gelangen, wo ich seit meinem zwölften Lebensjahr hinwill". Am 13. Juli eröffnete Anika Rother in der Haigerlocher Straße 29 in Rangendingen ihr eigenes Atelier.

Im Atelier Rother werden sowohl Änderungen aller Art (Hosen kürzen, Reißverschlüsse erneuern, Kleidung enger oder weiter nähen etc.), als auch Maßanfertigungen professionell ausgeführt. "Ich oft Kunden, die sich ein Abendkleid oder ein T-Shirt komplett machen lassen oder mir ein Kleidungsstück bringen und fragen, ob man etwas anderes draus machen kann" berichtet die Modeschneiderin und staatlich anerkannte Modedesignerin.

Im Hintergrund arbeitet Anika Rother an ihrem Modelabel "kANIKAze". Damit hat es eine besondere Bewandtnis: "Ich möchte unbedingt Damenbekleidung und Hundemode machen. Das ist schon immer ein Traum von mir", erklärt sie. Schon in ihrer Abschlusskollektion hatte sie diese Kombination zu ihrem Thema gemacht und für kleine Hunde und Damen zu einem bestimmten Thema eigene Entwürfe gemacht und vom Entwurf, über den Schnitt und Zuschnitt bis hin zur Fertigung alles selbst gemacht. Momentan sind Rothers "kANIKAze"-Sachen noch Einzelstücke und Unikate. "Aber vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal, in Kleinserienproduktion zu gehen", hofft sie.

Zugleich weiß Anika Rother, dass sie wieder einen "sehr steinigen und langen Weg" beschreitet.

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