Hochwasserrückhaltebecken: Bis jetzt 1,5 Millionen Euro investiert

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  • Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier freute sich als stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbands Hochwasserschutz Starzeltal über die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts am Hochwasserrückhaltebecken Reichenbach.  1/3
    Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier freute sich als stellvertretender Vorsitzender des Zweckverbands Hochwasserschutz Starzeltal über die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts am Hochwasserrückhaltebecken Reichenbach. Foto: 
  • Polier Tobias Hohlfeld und seine Baumannschaft von der Firma Brodbeck in Metzingen feierten die abgeschlossenen Betonarbeiten. 2/3
    Polier Tobias Hohlfeld und seine Baumannschaft von der Firma Brodbeck in Metzingen feierten die abgeschlossenen Betonarbeiten. Foto: 
  • Michael Allerheiligen (links) und Markus Heberle vom Ingenieurbüro Heberle in Rottenburg erklären die weiteren Arbeiten für den Hochwasserschutz am Reichenbach. 3/3
    Michael Allerheiligen (links) und Markus Heberle vom Ingenieurbüro Heberle in Rottenburg erklären die weiteren Arbeiten für den Hochwasserschutz am Reichenbach. Foto: 
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Beeindruckend ist das neue Durchlassbauwerk für das Hochwasserrückhaltebecken Reichenbach: 50 Meter lang und 13 Meter hoch steht es mitten in der Landschaft. Seit April 2016, als offizieller Spatenstich für das Hochwasserschutz-Projekt war, wurden 1800 Kubikmeter Beton und 260 Tonnen Stahl verbaut. Die abgeschlossenen Betonarbeiten wurden nun am Freitagmorgen mit einem kleinen Richtfest gewürdigt.

Rangendingens Bürgermeister und stellvertretender Verbandsvorsitzender Johann Widmaier freute sich, dass alles planmäßig läuft. „Die Hochwassergefahr soll beseitigt werden“, erklärte er das Ziel des eigens dafür gegründeten Zweckverbands Hochwasserschutz Starzeltal. Mit einem Rückhaltevolumen von 235 000 Kubikmeter habe des Rückhaltebecken Reichenbach ein „ähnliches Rückhaltevolumen“ wie der Rangendinger Stausee (200 000 Kubikmeter). Von den voraussichtlichen Kosten in Höhe von 4,9 Millionen Euro seien bis jetzt 1,5 Millionen Euro verbaut worden. Ein Zuschuss von rund 70 Prozent, nämlich 3,3 Millionen Euro, kommt vom Land.

Den offiziellen Richtfest-Part übernahmen Polier Tobias Hohlfeld und seine Baumannschaft von der Firma Brodbeck – mit Richtspruch in Versform und einem guten Tropfen. Honoriert wurde damit, dass alles unter den Vertragspartnern reibungslos und auf der Baustelle ohne Zwischenfälle oder gar Unfälle verlief.

So imposant das Bauwerk aktuell aussieht, wird bei der Fertigstellung kaum noch was davon zu sehen sein, da es begrünt wird. In einem nächsten Schritt werden die Baugruben aufgefüllt. Nach der Sommerpause folgen dann die Arbeiten für den 270 Meter langen Querdamm. Fahrzeuge werden dann für die Bewirtschaftung das Rückhaltebecken oben passieren können. In einer letzten Maßnahme werden die Schaltzentrale für die Technik installiert sowie in Hechingen und Rangendingen teilweise die Flussufer erhöht, als sogenannte „Linienschutzmaßnahme“.

Die Durchgängigkeit des Rückhaltebeckens ist durch zwei Öffnungen reguliert. Eine davon ist ein „Öko-Durchlass“, durch den Tiere passieren können, ohne dass sie einen Weg finden müssen, das Durchlassbauwerk zu umwinden. Im Fall eines Hochwassers sind beide Durchlässe geöffnet. Im Fall eines Hochwassers wird der Öko-Durchlass geschlossen, die zweite Öffnung reguliert den Durchlass. Ab einer Wassermenge von 25 Kubikmeter pro Sekunde drosselt der Durchlass das Wasser auf neun Kubikmeter pro Sekunde. Auch an einen Überlauf wurde gedacht, sollte die Wassermenge bei einem Hochwasser das Stauvolumen überschreiten.

Hochwasserrückhaltebecken Reichenbach Stetten

Stauvolumen: 235 000 Kubikmeter
Baubeginn: April 2016
Geplante Fertigstellung: Ende 2018
Baukosten: 4,9 Millionen Euro
Zuschuss Land Baden-Württemberg: 3,3 Millionen Euro

Hochwasserrückhaltebecken Zellerbach Boll

Stauvolumen: 5980 Kubikmeter
Baubeginn: Mai 2017
Geplante Fertigstellung: September 2017
Baukosten: 582 000 Euro

Zuschuss Land Baden-Württemberg: 405 700 Euro

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