Hilfe leisten von Haus zu Haus

Das Lernen hat sich für 18 Frauen aus dem Landfrauenverband Württemberg/Hohenzollern gelohnt. Gestern wurden sie in Rangendingen als "qualifizierte hauswirtschaftliche Familienbetreuerin" zertifiziert.

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Die qualifizierten Frauen mit der Ministeralrätin Edelgard Fieß-Heizmann, Bürgermeister Johnann Widmaier, Landrat Günther-Martin Pauli und die Kreisverbandsvorsitzende Katharina Stauß.  Foto: 

Vom 18. September letzten Jahres bis zum 3. Februar dieses Jahres wurden 18 Frauen vom Bildungs- und Sozialwerk der Landfrauen zur "qualifizierten hauswirtschaftlichen Familienbetreuerin" ausgebildet. Ministerialrätin Edelgard Fieß-Heizmann übergab gestern im "Rössle" in Rangendingen die Zertifikate.

Die Freude über den erfolgreichen Abschluss zur qualifizierten hauswirtschaftlichen Betreuerin war den Frauen im Gesicht abzulesen. Dazu gratulierte viel Prominenz: Ministerialrätin Edelgard Fieß-Heizmann vom Referat "Frauen, Familie und Beruf" Baden-Württemberg, Landrat Günther-Martin Pauli und Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier.

Katharina Stauß, Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Zollernalb eröffnete die Feierstunde im "Rössle". "Hand in Hand in die Zukunft" - so lautete das Motto der Weiterbildungsmaßnahme, die überwiegend im Mehrgenerationenhaus Rangendingen stattfand. "Hier geht es um Hilfe von Haus zu Haus", stellte Stauß in ihrem Grußwort fest. Das Erlernte setzten die 18 Teilnehmerinnen nun in Familien, bei der Grundpflege bei älteren und hilfsbedürftigen Menschen ein. Den 98 Stunden Theorieunterricht folgte ein 60 Stunden umfassendes Praktikum. Vermittelt wurden Kenntnisse und Fertigkeiten in der Hauswirtschaft, im familiären und sozialen Umfeld, in der Grundpflege und im Arbeitsrecht. Laut Katharina Stauß bietet dieser Qualifizierungslehrgang diverse Möglichkeiten, um sich für neue berufliche Herausforderungen fit zu machen, um in ein solzialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu kommen. Ihr Dank ging insbesondere an Kursleiterin Waltraud Schneider und an Heidrun Wannenmacher vom Ortsverband Rangendingen für die Organisation des Lehrgangs.

Edelgard Fieß-Heizmann hob in ihrem Grußwort hervor, dass das Land Baden-Württemberg den Qualifizierungslehrgang mit Fördergeldern bezuschusst hat. "Das ist uns sehr wichtig", betonte der Gast aus Stuttgart. Mit der Erlangung des Zertifikates zur qualifizierten hauswirtschaftlichen Betreuerin hätten die Frauen in Wohnortsnähe nun neue Einkommensmöglichkeiten. Eine fünfjährige praktische Tätigkeit im eigenen Haushalt hat ausgereicht, um überhaupt an diesem Zertifizierungslehrgang teilnehmen zu können. Sie betonte aber, dass mit der Erlangung dieser Qualifizierung kein staatlich geprüfter Abschuss verbunden sei.

Fieß-Heizmann betrachtete dieses Zertifikat jedoch als ideales Sprungbrett für ein weiteres berufliches Vorwärtskommen - beispielsweise zur geprüften Dorfhelferin, Pflegerin oder Erzieherin. Das Zertifikat berechtigt dazu, "einfache Hilfeleistungen" im pflegerischen Bereich auszuüben oder als Mitarbeiterin in der Nachbarschaftshilfe tätig zu werden. Die Teilnehmerinnen würden einen Beitrag zu einer besseren Lebensqualität leisten.

Glückwünsche kamen auch von Rangendingens Bürgermeister Johann Widmaier. Diese Qualifikation komme auch älteren Menschen zugute, die in ihrer heimischen Umgebung älter werden möchten. "Dieser Wunsch kann mit Ihrer Hilfe vielen Menschen erfüllt werden."

Rangendingen als familienfreundliche Kommune geht mit gutem Beispiel voran. Gerade im neu geschaffenen Rangendinger Netzwerk "Gegenseitig helfen" würden engagierte und geschulte Helferinnen und Helfer ständig gesucht. Landrat Günther-Martin Pauli dankte dem Landfrauenverband für die Weiterbildungsangebote. Gerade in Zeiten des demographischen Wandels seien solche Lehrgänge von Bedeutung.

Qualifizierte Frauen

Das Zertifikat haben erhalten: Priska Beiter, Starzach; Ewa Ben Aissa (Böttingen), Heidi Bosch (Tuttlingen), Heidi Frauenfeld (Schömberg), Angelika Gorny (Killer), Silvia Haile (Mengen), Bettina Klingler-Speidel (Starzach), Margarethe Laur (Ergenzingen), Sabine Lohner (Balingen), Heidelinde Mattes (Egesheim), Daniela Merz (Nehren), Ingrid Sauer (Burladingen), Lieselotte Sautter (Täbingen), Sybille Scherer (Hirrlingen), Johanna Schlagenhauf (Hechingen), Gabi Schneider (Haigerloch), Waltraud Schneider (Gruol) und Andrea Wessner (Rottenburg).

SWP

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