Hildi Frenzel zeigt ihre Arbeiten im Rangendinger „Rössle“

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Die junge Sängerin Masha Stohrer und Atsuko Kleinmann, Klavier, umrahmten die Ausstellungseröffnung mit Arbeiten der Künstlerin Hildi Frenzel.  Foto: 

Schon zum wiederholten Male gibt der künstlerisch außerordentlich rege Rangendinger Künstlerstammtisch nach einer gemeinschaftlichen Ausstellung der Werke aller Mitglieder jedem der Kunstschaffenden die Gelegenheit, seine Arbeiten dem Publikum vorzustellen. Im April sind die Zeichnungen und farbenfrohen Bilder von Hildi Frenzel im „Rössle“ zu bewundern.

Die in Bad Salzungen, in der ehemaligen DDR, geborene Malerin lebt und arbeitet mit ihrer Familie in Höfendorf. Sie hat sich schon seit frühester Jugend für Kunst und künstlerisches Schaffen interessiert. Der Töpferei galt zunächst ihr Hauptaugenmerk; doch bald weckte der Blick auf die Natur mit ihrer Pflanzenvielfalt und Objekte der näheren und weiteren Umgebung ihr malerisches Interesse.

Hildi Frenzel liebt kräftige, ausdrucksvolle Farben. Sie malt vorwiegend in Acryl und zeichnet gerne auch mit Bleistift. In der Schau im „Rössle“ mit dem jahreszeitlich passenden Thema „Blumen“ stellt Hildi Frenzel die frühlingshaft erwachende Natur in den Vordergrund und lässt sie durch ihre intensiven Farben wirken. Dabei zeigt die begeisterte Hobbymalerin, die sich in ihrer Kunst unter anderem von Eric Kleinmann und Professor Rissler unterrichten ließ und sich auch jetzt laufend fortbildet, bei dieser Ausstellung vorwiegend Aquarelle.

Faszinierend ist die genaue Beobachtungsgabe und die Detailverliebtheit der Künstlerin, das Spiel mit Farbe, Licht und Formen, die in ihren Bildern zum Ausdruck kommt. Bis in die kleinste Einzelheit mit fast wissenschaftlicher Akribie und Feinheit sind Blumen, Früchte und Gemüse dargestellt. Der Garten der Natur inspiriert die leidenschaftliche Malerin immer wieder zu neuen Motiven. Da liegen im Bild die „Zwiebeln“ so naturgetreu auf dem Tisch, dass man sie gleich nehmen und und schälen möchte. Zum Anbeißen und in intensiver Farbgebung zeigen sich gleichfalls die Gemüse- und Obstbilder in wirklichkeitsgetreuer und lebensechter Darstellung. „Rote Äpfel im Korb“ lachen dem Betrachter entgegen, die dickfleischige, tief violett-schwarze „Aubergine im Gemüsekorb“ zieht den Blick auf sich und zierliche Tomaten präsentieren sich üppig umrahmt von feinen Blättern. Vor zurückhaltendem Hintergrund leuchtet Blütenblatt für Blütenblatt in den Farben in Rot, Blau, Lila und Gelb, imponieren die fein gezeichneten Stängel und Blätter.

Mit feinem, lockerem Strich malt Hildi Frenzel „Wiesenstäuße“ in all ihrer Farbenpracht und ihren feingliedrigen Strukturen. Die Farben leuchten kräftig, wo sie kräftig sein müssen und ganz zart, fast durchscheinend, wenn die Natur sie so geschaffen hat. Eine ganz andere, doch sehr plastische, feingliedrige Bildwirkung erzielen die filgranen Beistiftzeichnungen wie die „Idylle auf Gut Neuhaus“. Besonders zauberhaft sind die verschwenderisch aus-gestatteten „Fensterbild-Impressionen“ von Hildi Frenzel. Bei diesen Studien tritt die Liebe der Künstlerin zum Detail, ihre Fähigkeit der Wahrnehmung scheinbar unwichtiger Einzelheiten und ihr liebevoller, differenziert aufmerksamer Blick auf die Essenz ganz alltäglicher Dinge des Lebens deutlich zutage.

Als beschwingte Umrahmung der gut besuchten Vernissage ließen die junge Sängerin Masha Stohrer und Atsuko Kleinmann, Klavier, mit Schumann-Liedern musikalische Farben sprechen.

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