HECHINGER VEREINE

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  • Die Mitglieder des GEW-Ortsverbands Hechingen hatten eine Stadtführung mit Johanna Werner (rechts). Foto: Bernd Ullrich 1/2
    Die Mitglieder des GEW-Ortsverbands Hechingen hatten eine Stadtführung mit Johanna Werner (rechts). Foto: Bernd Ullrich
  • Die Jugend der Stadtkapelle Hechingen hat ihren Jahresausflug zum Besuch des Musicals "Mamma Mia" in Stuttgart genutzt. 2/2
    Die Jugend der Stadtkapelle Hechingen hat ihren Jahresausflug zum Besuch des Musicals "Mamma Mia" in Stuttgart genutzt.
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Die Jugend im Musical

Hechingen - Der diesjährige Jugendausflug der Stadtkapelle Hechingen führte die Gruppe nach Stuttgart ins Musical zu "Mamma Mia". Nachdem die Teilnehmer schon mit Vorfreude in Hechingen in den Bus stiegen, der wieder von Klaus Rehberg gefahren wurde, hörte man sich schon auf der Hinfahrt in die Musik zu "Mamma Mia" ein. Nach einer fröhlichen Busfahrt kamen alle, mit Muffins gestärkt, in Stuttgart an.

Nach dem Einlass suchte jeder aufgeregt seinen Platz und erwartete gespannt die Aufführung. Das Musical mit den großen Hits der erfolgreichsten Popgruppe der 70er-Jahre, Abba, zog alle in seinen Bann, so dass die Ausfahrt ein voller Erfolg war. Auf der Rückfahrt ließ man die Klänge rund um das Musical nochmals nachwirken, sodass alle verträumt nach Hause gingen.

Die Senioren in der Kirche

Hechingen - Der Ortsverband Hechingen der GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) lud seine Mitglieder im Ruhestand zu einem Stadtspaziergang durch Hechingen ein. Begleitet wurde die 20-köpfige Schar von Kollegin und Stadtführerin Johanna Werner.

Der Beginn der Erkundung war der Schlossplatz. Weiter ging der Weg durch die Schlossstraße, in der Karoline (Chaille) Kaulla, geborene Raphael wohnte: Madame Kaulla galt seinerzeit als reichste Frau Deutschlands. Moritz Baisinger, aus der gleichen Straße stammend, brachte es als Morris Nelson zum "König der Schlachthöfe Chicagos". "Liebäugelten einige Hechinger damals mit einen ordentlichen Batzen aus dem Vermögen des Millionärs", so Johanna Werner, "sahen sie sich gründlich getäuscht. Moritz Baisinger hatte als Jude im Kindesalter einiges an Schmähungen zu erdulden gehabt und diese nicht vergessen." Des weiteren wusste die über immenses Detailwissen verfügende Stadtführerin zu berichten, dass 1943 Maria Kalbacher den aus einem Lager geflohenen Ernst Rosenfeld bis Kriegsende in ihrer Wohnung in der Schlossstraße versteckte.

Der Weg der Gesellschaft führte weiter in die Stiftskirche. Die Ruheständler erfuhren Wissenswertes über Ursprung des Gotteshauses, über den Erbauer, den Architekten und über bauliche und die Ausstattung betreffende Besonderheiten. Letzte Station der Stadttour war die Alte Synagoge. Die Gruppe erfuhr von den Anstrengungen für die Restaurierung, über bauliche Merkmale und über die Bilder- und Zahlensymbolismus. Heute wird die Synagoge bekanntlich als Raum für kulturelle Begegnungen genutzt. Zum Schluss zeigte Johanna Werner den staunenden Zuhörern eine (Demonstrations-) Torarolle.

Elisabeth Ilg-Reininghaus, Vertreterin der GEW-Ruheständler, bedankte sich mit einem Präsent bei ihrer Kollegin für die Führung, die kurzweilig, informativ, humorvoll und doch mit dem notwendigen Ernst abgelaufen sei. "Auf eine einmalige und unnachahmlichen Art. Eben Johanna Werner."

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