Hechinger CDU warnt vor „Abenteuer“

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Und weiter geht’s mit den Nachwehen zur Zentralklinik-Weichenstellung des Kreistags. Jetzt meldet sich der CDU-Stadtverband Hechingen zu Wort und stellt sich „uneingeschränkt“ hinter die CDU-Kreisräte Manfred König (Hechingen) und Helmut Barth (Burladingen).

„Nach Abwägung aller Gesichtspunkte, die von Sachlichkeit und Vernunft getragen sind“, so heißt es in der Pressemitteilung der Hechinger CDU, „sprechen die Argumente eindeutig für den weiteren Ausbau des Klinikums in Balingen zur neuen Zentralklinik, zumal dort – abgesehen von den bereits investierten fast 100 Millionen Euro – auch bauliche Vorausmaßnahmen für eine Erweiterung getroffen und erforderliche Bedarfsflächen bereits erworben wurden.“ Und noch deutlicher in Richtung Balingen und Albstadt: „Die CDU Hechingen wird keine Weichenstellung unterstützen, die Kirchturmpolitik und persönliche Eitelkeiten befriedigen soll.“

Und weiter: „Die CDU Hechingen wird diese Debatte auch nicht dazu nutzen, unterschwellig Seitenhiebe auf den politischen Gegner auszuteilen. Wir appellieren an alle politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen in unserer Raumschaft, gemeinsam dagegen anzukämpfen, dass der Zollernalbkreis in eine unsägliche finanzielle Situation abgleitet.“

Die Standortqualität einer Raumschaft werde nicht allein durch eine Klinik auf der grünen Wiese geprägt. Arbeitsplätze, Schullandschaft, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen allgemein, verkehrliche und kommunikative Infrastruktur (hierzu zähle auch die Elektrifizierung der Zollernbahn) wiegen nach Auffassung der Hechinger CDU mindestens genauso schwer. In allen diesen Sparten stehe der Landkreis in millionenfacher Verpflichtung.

Eine neue Klinik auf der grünen Wiese, so heißt es, würde dem Kreis rund 300 Millionen Euro aufbürden. Zwar würde das Land „einige Millionen Euro Zuschuss geben“, bereits erhaltene Zuschüsse für den Umbau in Balingen müssten aber wieder zurückgegeben werden. Die Erfahrung zeige aber auch, dass bei solchen Projekten die anfänglichen Kostenschätzungen keinen Bestand haben. „Die Folge für dieses Abenteuer“, so wird gewarnt, „wäre eine erhebliche Erhöhung der Kreisumlage, womit den einzelnen Kommunen wiederum Geldmittel entzogen würden, die sie selbst für wichtige Aufgaben nicht mehr zur Verfügung hätten.“

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