Hechingen baut Wasserwelt mit Panoramablick

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Der Hallenbad-Neubau im Weiher macht große Fortschritte. Rund 8,7 Millionen Euro lässt sich die Stadt Hechingen die schöne neue Wasserwelt kosten, die in etwa einem Jahr eröffnet werden soll. Wenn die ersten Badegäste kommen, werden sie staunen. Drei neue Becken, ein großzügiges Foyer, modere Umkleiden und Sanitäranlagen, ein einladendes Bistro und – ganz neu – eine Galerie mit Panoramablick gen Burg Hohenzollern zeichnen das neue Hallenbad aus.

Für Helga Monauni, seit März 2015 Leiterin des Fachbereichs Bau und Technik bei der Stadt Hechingen, ist der Hallenbad-Neubau das bisher größte Bauprojekt. Sie weiß, wie sehr die Hechinger ihr Hallen-Freibad lieben, und achtet sehr darauf, dass alles nach Plan läuft. Und das tut es.

Schon seit September sieht man die aufgehenden Wände und der Stützenwald im Foyer kündigt bereits das nächste, wichtige Etappenziel an: Wenn erst das Dach betoniert ist, sind die Rohbauarbeiten schon weitgehend geschafft.

Die Großbaustelle hat es allerdings in sich, denn während vorn Neues emporwächst, laufen hinten noch die letzten Abrissarbeiten. „Um das zu koordinieren, ist eine sehr gute Logistik nötig“, sagt Monauni.

Es kracht, zischt, hämmert und staubt auf der Baustelle. Die „Katakomben“ des alten Hallenbads werden nahezu vollständig entkernt, um Platz zu machen für die neue Technik. In vier Metern Tiefe bereiten Bauarbeiter gerade das Betonieren der Fundamente und Bodenplatte für das neue Lehrschwimmbecken vor. Das gab es im alten Schwimmbad nicht. Stattdessen musste das große Becken mit einem auf seine alten Tage sehr störanfälligen Hubboden dem jeweiligen Badebetrieb angepasst werden, den öffentlichen Badezeiten hier, dem Schul- und Sportbetrieb da. Trotz des zusätzlichen Beckens wird das Hallenbad in etwa seine bisherige Größe behalten. Das ist mit ein Verdienst des Planungsbüros Fritz, Bad Urach, das die Umkleiden und Sanitärräume wesentlich kompakter als bisher in das Gebäude integriert hat.

Helga Monauni hat den fertigen Neubau schon vor Augen: „Hier kommt eine große Fensterfront hin und  man wird wunderbar in die Halle sehen“, sagt sie mit Blick auf die Gebäudefront, an der sich das Kinderbecken, die Gastronomie und das Foyer aneinanderreihen. Der Kinderbereich wird durch eine niedrige Mauer von den Schwimmbecken etwas abgeschirmt, während Eltern und Großeltern vom neuen Bistro aus freie Sicht auf die Kleinen im Plantschbecken haben. Der alte, wasserspeiende Pinguin, einzige Attraktion im alten Kinderbädle, würde wohl staunen, wenn er seine Nachfolger sehen könnte: Auf eine Vielzahl an Wasserspielen und -attraktionen dürfen sich die  kleinsten Badegäste freuen. Familienfreundlich soll das neue Hallenbad ja vor allem sein. Besser ausgereizt werden soll auch die ausgesprochen schöne Lage des Hechinger Hallen-Freibads. Die Badegäste im neuen Hallenbad sollen das Panorama in vollen Zügen genießen können. Deshalb werden die Ruheräume auf einer zweiten Ebene, einer Galerie angelegt.

Aber das ist momentan noch Zukunftsmusik. Erst einmal stehen den Hechingern noch etwa ein Jahr ohne Hallenbad und eine Freibadsaison mit Baustellenflair bevor. Bei dem Gedanken kriegt Helga Monauni aber keine kalten Füße. Die letzte Freibadsaison lief fast reibungslos, obwohl genau zum Saisonstart mit den Abrissarbeiten begonnen wurde. „Alle haben super mitgespielt“, spricht Monauni ein Lob an die Badegäste, das Badpersonal und auch die Handwerker aus. „Es gab so gut wie keine Beschwerden.“ Auch die Provisorien für Umkleiden und Kioskbetrieb hätten gut funktioniert. Der nächste Sommer kann also kommen.

Dann werden sich die Bauarbeiten am Hallenbad auch längst ins Innere verlagert haben. „Der Innenausbau wird länger dauern als der Rohbau“, weiß Monauni. Denn dann ist ein ganz „sensibler Bereich“ im Schwimmbadbau an der Reihe: der Bodenaufbau und die Fliesenarbeiten. Die meisten Gewerke hat der Hechinger Gemeinderat bereits im Juni vergeben: Aufträge für 5,7 Millionen Euro netto, was etwa 80 Prozent der Bausumme entsprach. Jetzt im Januar  ist das zweite Paket an der Reihe: Vergaben im Wert von 1,15 Millionen Euro für Estrich-, Fliesen- und Schlosserarbeiten, für Trennwand- und Kassensysteme.

Dann werden 95 Prozent der Bauleistungen unter Dach und Fach sein – und das Ziel, die schöne neue Wasserwelt im Hechinger Weiher, schon fast zum Greifen nahe.

Millionen Euro ist das Auftragsvolumen, das im Januar noch zur Vergabe im Gemeinderat ansteht. Damit sind dann 95 Prozent der Bauleistungen für den Hallenbad-Neubau abgedeckt. 

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