Gospels für Tsunami-Opfer

"In Spirit" aus Burladingen und der Gospelchor aus Hechingen luden am Wochenende zu einem gemeinsamen Gospelabend in St. Luzen ein. Die zahlreichen Zuhörer waren begeistert.

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Und alle zusammen: Gemeinsam beendeten der Chor "In Spirit" aus Burladingen und der Gospelchor Hechingen einen stimmungsvollen Gospelabend. Foto: Maschke

"Füreinander und miteinander singen", so fasste Gudrun Röderer, die durch das Programm der beiden Gospelchöre führte, das Motto des gemeinsamem Abends zusammen. Sie freue sich, dass "In Spirit" aus Burladingen der Einladung zum gemeinsamen Singen gefolgt sei. Da die Leitung in den bewährten Händen von Mario Peters und Anton Roggenstein liege, habe sie auch gar keine Zweifel, dass das Publikum einen schönen Abend erleben werde.

Unter der Leitung von Roggenstein legte "In Spirit" mit dem bekannten Lied "I will follow him" aus "Sister Act" auch sogleich einen fulminanten Auftakt hin. Sabrina Kramer übernahm den Solopart. Beschwingt ging es mit dem 50er-Jahre Song "Magic moments" weiter. Mit "Pressin on" und der Stimme von Uschi Vergari klang der erste Part sanft aus.

Der Hechinger Gospelchor mit Mario Peters ging in eine etwas andere Richtung: Unterlegt mit Trommel-Rhythmen gaben die Sängerinnen und Sänger Musikstücke des afrikanischen Kontinents zum Besten und schlugen so den Bogen zum typischen Gospelsound. Den Klangraum der Kirche füllend, sangen sie unter anderem das populäre Kirchenlied "Nkosi Sikelel iAfrika" oder auch das ausdrucksstarke "Freedom is coming". Mühelos schaffte der Chor bei "Sanna Sannanina" den Wechsel von afrikanischem Refrain und deutschem Text. "In Spirit" griff anschließend die gute Stimmung des Publikums auf und motivierte die Zuhörer bei "God, peace and music" mit der jungen Solistin Lea Vergari sowie "My God can do anything" zum Mitsingen und -klatschen, mit sichtlichem Spaß an der eigenen Performance.

Ruhiger wurde es dann wieder bei den Hechingern: Mit "From a distance", unterstützt durch die klare Stimme von Lea Beiter, oder auch "Gabriellas sang" kehrte eine gewisse Nachdenklichkeit und Melancholie in die Lieder ein, die jedoch nie die eigentlich positiven Botschaften minderten. Während bei "Gottes Schöpfung gute Erde", dirigiert von Annkatrin Fecker, die sonoren Stimmen der Bässe und Tenöre dominierten, hatten Sopran und Alt bei "His eye on the sparrow" ihren großen Auftritt. Mario Peters bewies bei "Yes, God is real", dass er nicht nur dirigieren und Keyboard spielen, sondern auch hervorragend singen kann: Mit Timbre in der Stimme sang er die Strophen des Liedes vor und der Chor antwortete ihm genauso stimmgewaltig. "Lullaby" war eines der sanfteren Musikstücke, wohingegen "Rhythm of life" den schwungvollen Abschluss bildete.

Die Frage nach einer Zugabe wurde vom Publikum mit begeistertem Klatschen beantwortet und beide Chöre fanden sich noch einmal auf der Bühne ein. Gemeinsam mit den Zuhörern stimmten sie einen Kanon an, der sich aus "Hes got the whole world in his hands", "Rock my soul" und "Go tell it on the mountains" zusammensetzte.

Der Erlös des stimmungsvollen Gospelabends kommt den Tsunami-Opfern auf den Philippinen zugute.

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