150 Jahre alt: Gold für den Musikverein Jungingen

|

Das Jubiläumsjahr des Musikvereins Jungingen ist eröffnet. Am Samstagabend war der Festakt mit zahlreichen Ehrengästen, unter denen auch Landrat Günther-Martin Pauli weilte. Flott gespielte Musik umrahmte den Festakt. Das Saxophon-Ensemble mit Bertram Kohler, Christian Daigger und Ronja Greiner eröffnete beschwingt unter der souveränen Leitung von Edmund Schuler.

„Heute dürfen wir uns selbst feiern“, stellte Simon Diez bei seiner Begrüßung fest. Die Musik zog sich wie ein roter Faden durch den ganzen Abend. Dieses Element, so fasste es Simon Diez zusammen, sei eine wichtige Säule in der Gesellschaft, die viel mehr sei als nur eine einfache Wiedergabe von Noten: Musik verbindet, Musik lässt Grenzen verschwinden, Musik unterhält und geht ans Herz.

Dass man sich schon mitten im Jubiläumsjahr befindet, machte Simon Diez ebenfalls deutlich. Er erinnerte daran, wie in der Killertalgemeinde 1867 die ersten Musikbegeisterten sich zusammenschlossen und gemeinsam den Grundstein legten für einen Verein, der 150 Jahre später im Feuerwehrgerätehaus Jungingen sein großes Jubiläum feiert – und das mit einem Dorffest vom 21. bis 23. Juli den krönenden Abschluss hat.

Natürlich gehörte es bei solch einer Feierstunde dazu, dass man den Blick zurück auf die Anfänge des Musikvereins richte, betonte Simon Diez. Dazu hatte Oliver Simmendinger eine Zeitreise durch die Musikgeschichte vorbereitet, in der es in erster Linie um „unseren Verein“ geht, der durch die Vorfahren gegründet und aufgebaut wurde und letztendlich durch das Handeln aller bis heute bestehe, wie Oliver Simmendinger bekräftigte.

Ein geschliffener Diamant

Was man heute nach 150 Jahren Vereinsgeschichte vorfinde, sei ein wahrhaft geschliffener Diamant. Die Sorgen von früher seien vergessen, man verfüge über eigene Instrumente und mit Tamara Flad über eine sympathische und extrem kompetente Dirigentin. Trotzdem ist Verein  nicht ganz sorgenfrei, „aber ehrlich, schaut man sich um, mit was unsere Vorgänger zu kämpfen hatten, ist das alles doch Jammern auf hohem Niveau“,  meinte Oliver Simmendinger.

In humorvoller Art gratulierte Bürgermeister Harry Frick dem Musikverein, den er als „Phänomen“ bezeichnete und als eine der tragenden Säulen innerhalb der Gemeinde und als Kulturträger weit über die Heimatgrenzen hinaus. Frick dankte besonders für das Engagement der Vereinsmacher. Er überreichte an Simon Diez ein Geldgeschenk.

„Sie feiern ein stolzes Jubiläum“, sagte Landrat Günther-Martin Pauli. Er legte den Schwerpunkt seines Beitrags besonders auf das Wort „Eintracht“ als Symbol der Vereinsstruktur und dankte der Junginger „Eintracht“ für deren so positives Vereinsumfeld, in dem alle Facetten der Musik zum Tragen kommen würden. Günther-Martin Pauli wünschte am Schluss, dass der Verein auch weiterhin das kulturelle Leben bereichern könne.

Zur Plakette die Urkunde

Als Vertreter des Vorsitzenden des Blasmusikkreisverbandes Zollernalb übermittelte das Junginger Musikvereins-Urgestein Gustolf Kohler die herzlichen Glückwünsche.

Der Vizepräsident des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg, Karl Glöckler, schloss sich den Glückwünschen seiner Vorgänger an und überreichte in Würdigung der 150 Jahre währenden Verdienste von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände eine Urkunde und die Goldplakette. Von deren Rückseite zitierte Simon Diez: „Verständnis ist schön, Wissen ist gut. Die Liebe zur Musik jedoch ist das wichtigste für alle, die ihr zuhören, sich ihr zugehörig fühlen und nur gemeinsam erreichen wir viel.“

Der Dank von Simon Diez ging unter anderem an Bürgermeister Harry Frick, an Boso-Chef Kurt Rädle, an weitere Firmen und an die Vereinsvertreter. Der Abend endete mit einem informativen Stehempfang.

Drei Tage im Juli Weiter geht das Musikvereinsjubiläum mit dem Dorffest unter Regie der Musik: Vom 21. bis 23. Juli wird bei der Sagmühle gefeiert. Startschuss ist am Freitagabend mit dem Fassanstich. Am Samstagnachmittag wird das Fest offiziell eröffnet. In Vorbereitung sind Verkaufs- und Ausstellungsstände, abends rockt die Partyband „Albsound“. Der Sonntag bringt ein umfangreiches Programm. Nach dem Festgottesdienst öffnen die Stände und Zelte, es ist Oldtimertreffen und Tag der offenen Tür bei benachbarten Firmen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Das „Leuchtturmprojekt“ Ärztehaus ist jetzt offiziell auf dem Weg

Bei der Grundsteinlegung mit über 200 Gästen herrschte Freude und Befriedigung darüber, dass das Projekt nun auf den Weg gebracht ist. Eine Zeitkapsel soll das große Ereignis festhalten. weiter lesen