GEW sieht schwere Probleme bei der Lehrerversorgung im Zollernalbkreis

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„Wenn 32 Stellen im Zollernalbkreis und im Kreis Sigmaringen unbesetzt geblieben und insgesamt für beide Landkreise lediglich 20 Lehrkräfte für die Krankheitsreserve vorgesehen sind, bedeutet dies, dass dem Staatlichen Schulamt ebenso wie den Schulleitungen vor Ort die undankbare Aufgabe der Mangelverwaltung zukommt“, befürchtet Martina Jenter-Zimmermann, die Kreisvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Und weiter: Es sei damit zu rechnen, dass die viel zu geringe Krankheitsreserve bereits vor den Herbstferien aufgebraucht ist. Von guter Förderung, der Einführung des Ethikunterrichts und einer sinnvollen Umsetzung der Inklusion könne keine Rede sein, wenn der Pflichtunterricht, hauptsächlich an Grundschulen und Sonderschulen, kaum abgedeckt werden könne. Dies werde auch im Zollernalbkreis schmerzlich zu spüren sein, betont Martina Jenter-Zimmermann.

„Inklusion droht zu scheitern“

Zwar wolle die Landesregierung ab 2018 keine Stellen mehr streichen, aber durch die grün-schwarze Sparpolitik gebe es an den Schulen seit dieser Woche 700 Stellen weniger als im vergangenen Schuljahr. Besonders
drastisch können die Auswirkungen der fehlenden Ressourcen am Beispiel der völlig unzureichenden personellen Ausstattung der Inklusion verdeutlicht werden. „Auch an den Schulen in unserem Kreis droht die Inklusion zu scheitern, wenn die inklusiven Klassen, die kontinuierlich Unterstützung brauchen, nur in wenigen Stunden von zwei Lehrkräften betreut werden“, kritisiert Martina Jenter-Zimmermann. Die Landesregierung sei daher gehalten, umgehend mehr Studienplätze für das Lehramt Sonderpädagogik und das Lehramt Grundschule zu schaffen. Auch die nur schleppend in Gang kommenden Maßnahmen zur Gewinnung zusätzlicher Sonderpädagogen müssen nach Auffassung der GEW beschleunigt werden.

„Wir machen uns große Sorgen, dass die Schülerinnen und Schüler bei uns im Zollernalbkreis bezüglich der Unterrichtsversorgung wieder mal die rote Laterne tragen müssen“, gibt Jenter-Zimmermann auch an die Adresse der Eltern zu bedenken. Sie kündigt an: „Die GEW wird sich mit der Situation nicht abfinden und die Regierung in die Pflicht nehmen mit der Forderung nach einer ausreichenden Lehrerversorgung, die den Schulen eine gute Arbeit ermöglicht.“

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