Geschichte reicht weiter

Wenn der Weilheimer Kindergarten seinen 60. Geburtstag feiert, kann er auf eine viel längere Geschichte zurückblicken. Darum wissen die Ortschronisten Franz Xaver Pfeffer und Anton Wolf verdient gemacht.

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Bereits im Jahr 1911 existierte ein von der Kirchengemeinde in Auftrag gegebener Plan zum Bau eines Kindergartens. Durch eine großzügige Spende einer Weilheimer Bürgerin war auch die Finanzierung weitgehend gesichert. Jedoch wurde das Vorhaben nicht weiter verfolgt. Der Erste Weltkrieg und die anschließende Inflation verhinderten eine Neuauflage des Planes.

Einem zweiten Anlauf durch das Ehepaar Probst war, warum auch immer, kein Erfolg beschieden. 1950 unternahm der Gemeinderat unter Bürgermeister Albert Beck einen dritten Versuch, der mit Beginn der Arbeiten drei Jahre später von Erfolg gekrönt war.

Architekt Hans Schetter plante und leitete den auf 80 000 D-Mark angesetzten Bau, bei dem viele Weilheimer Bürger freiwillig Arbeitsstunden leisteten. Im Innenbereich gab es einen Kinderspielsaal, eine Küche, einen Badbereich und ein Jugendsaal. Am 4. Juli 1954 folgte die Einweihung des Kindergartens, dessen Trägerschaft die Pfarrgemeinde übernahm. Die politische Gemeinde unterstützte den Betrieb nach besten Kräften.

Nicht einfach gestaltete sich aufgrund des Schwesternmangels die Suche nach Ordensschwestern für die Betreuung der Kinder. Ohne staatliche Zuschüsse finanziert, war St. Marien der erste Kindergartenneubau im damaligen Kreis Hechingen. Erwähnenwert ist der Umstand, dass es in den Anfangszeiten eine Form der Ganztagsbetreuung mit der Möglichkeit des Mittagessens gab.

Aufgrund der steigenden Geburtenraten war der Kindergarten 1989 längst zu klein geworden. Nach langem Kampf wurden 160 000 D-Mark genehmigt, eine Elterninitiative ins Leben gerufen und im Mai 1995 wurde Richtfest gefeiert. Durch Spenden und Arbeitsleistungen zahlreicher Weilheimer Bürger konnte der Betreuungsbetrieb mit einer zweiten Gruppe starten.

1996 erfolgten der Ausbau der Außenanlage und ein Jahr später die Garteneinweihung. Ende 2006 gab es zur bestehenden Regelgruppe eine Kleinkindgruppe für Kinder im Alter zwischen zwei bis drei Jahren. Im Jahr 2011 wurde aus der Kleinkindgruppe eine Krippengruppe für Kinder im Alter von einem Jahr bis zu drei Jahren.

Momentan besuchen die Regelgruppe 23 Kinder, die Krippengruppe sechs. Neben den Gruppenräumen verfügt der Kindergarten über eine Küche, einen Schlafraum, einen Bewegungsraum, ein Bad mit Wickelbereich, ein Büro und einen großen Garten mit Spielgeräten.

Seit Februar 2009 wird der Kindergarten von Vera Wolf geleitet. Ihr zur Seite stehen im Team Petra Wiest, Martina Schneider und Angelika Winterholer. Mit von der Partie ist momentan Praktikantin Anna Hallmayer.

Aus dem dörflichen Leben ist der Kindergarten St. Marien nicht wegzudenken, ist doch der Auftritt der Kinder bei Seniorennachmittagen, bei der Kinderfasnet, beim Martinsumzug und weiteren Gelegenheiten stets eine willkommene Bereicherung.

Das Festprogramm

Das Festprogramm "60 Jahre Kindergarten St.Marien/Weilheim" am kommenden Sonntag, 25. Mai, präsentiert sich wie folgt: 10 Uhr Gottesdienst unter Mitwirkung der Musikschule Steinemer.

11.30 Uhr Mittagstisch

13 Uhr Kaffee und Kuchen

13.30 Uhr Grußworte

14 Uhr Zirkusvorführung der Kindergartenkinder

15 Uhr Auftritt der Tanzgruppe des

Sportvereins Weilheim; außerdem im

Angebot: Schminken, Buttons herstellen, Maltisch. . .

16.15 Uhr Abschlusskreis

SWP

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