Gefährliches Überholmanöver kostet 1200 Euro

1200 Euro und drei Monate ohne Führerschein: Das ist die Strafe für das gefährliche Überholmanöver einer 31-Jährigen auf der B 313 bei Mägerkingen.

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Aus der Sicht der Anklage war der Fall eindeutig: Sie warf der 31-Jährigen vor, in der zweiten Junihälfte bei dem Versuch, eine Fahrzeugkolonne zu überholen, fast einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben. Vier bis fünf Autos und ein größeres landwirtschaftliches Gefährt fuhren demnach vor der 31-Jährigen, als sie mit ihrem 1er-BMW zum Überholen ansetzte. Gut 100 Meter weiter begann jedoch eine Linkskurve, und just in dem Moment erschien dort ein Fahrzeug auf der Gegenfahrbahn. Ein Unfall war fast programmiert, doch alle Beteiligten reagierten schnell genug. Außerdem ist die B 313 hinter der Ortsausfahrt von Mägerkingen in Richtung Trochtelfingen so breit, dass zur Not drei Fahrzeuge nebeneinander Platz haben. Und genau der Fall trat an jenem Tag ein. Die Frau erkannte die Gefahr und ließ sich hinter das Auto zurückfallen, das sie als erstes überholen wollte. Dabei streifen sich die Seitenspiegel. Für einen kurzen Moment befinden sich drei Autos auf gleicher Höhe. Die Fahrerin vor der Angeklagten erschrickt und gibt der Frau Zeichen, diese solle ihr bei der nächstmöglichen Ausfahrt folgen, um anzuhalten.

Die Angeklagte gab vor Gericht an, sie habe das landwirtschaftliche Fahrzeug nicht gesehen und gedacht, es handle sich um eine Kolonne von Hochzeitsfahrzeugen.

Das Verhalten wertete die Staatsanwaltschaft als "groben Verkehrsverstoß" und forderte eine Strafe von 30 Tagessätzen zu jeweils 40 Euro und eine sechsmonatigen Führerscheinentzug. Das Gericht folgte dem Antrag bei der Höhe der Geldstrafe, beließ es aber bei einer dreimonatigen Führerscheinsperre.

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