GEDANKEN ZUM SONNTAG: Die Kirche bleibt im Dorf

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    Das Signet der "Geöffneten Kirche". Foto: 
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    Pfarrer Johannes Hruby, evangelische Kirchengemeinde Ostdorf-Geislingen. Foto: 
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Früher bildete die Kirche den Mittelpunkt des Dorfes. Alle Häuser wurden um die Kirche herum gebaut. Sie war der Treffpunkt der Gläubigen. Die katholische Kirche führte regelmäßig Prozessionen durch. Der Priester mit den Messdienern ging voran, die Einwohner des Dorfes folgten. So ging der Zug durch die Kirche oder durchs ganze Dorf. Da kam es schon vor, dass das Dorf für die vielen Menschen zu klein war. Die Prozession zog aus Platzgründen um das Dorf herum. Das sahen die Nachbarn gar nicht gerne. Sie kommentierten diesen Zug mit den Worten "Lasst mal die Kirche im Dorf." Sie wollten damit sagen: "Übertreibt mal nicht, bleibt innerhalb eurer Dorfgrenzen." So kann man die Redewendung "die Kirche im Dorf lassen" deuten.

Die Kirche im Dorf ist für mich ein unübersehbares Zeichen der Wohnung Gottes unter den Menschen. Wo ein Gotteshaus im Dorf steht, wo Licht in der Kirche brennt, da gibt es Gott sei Dank eine ganze Reihe von Mitmenschen, die beten und die Gottesdienst feiern. Jeder Kirchturm, so empfinde ich, weist nach oben zum Himmel. Er will uns sagen: "Gott ist auch noch da. Vergesst ihn nicht! Er wohnt über euch. Er sieht euch. Er liebt euch."

Viele Kirchen sind auch unter der Woche geöffnet. (Welche Kirchen das sind, finden Sie im Internet unter www.kirche-geoeffnet.de). Das blaue Signet an einer Kirchentür weist den Besucher darauf hin, dass eine Kirche verlässlich werktags geöffnet ist. Wenn Sie dieses Zeichen mit den beiden geöffneten Pforten sehen, dann gehen Sie doch mal "auf einen Sprung" in eine Kirche hinein: vor dem Einkauf, nach der Arbeit, in der Mittagspause.

Unterbrechen Sie Ihren hektischen Alltag und kommen Sie in dem Kirchenraum mit seiner klaren Struktur zur Ruhe. Lassen Sie die Bilder und das Kreuz am Altar auf sich wirken. Zünden Sie eine Kerze an als eine Form des Gebets. Vielleicht liegt ein Fürbittenbuch aus, in das Sie Ihre Anliegen und Bitten eintragen können. Das Gebet gibt Ihnen wieder Kraft und Hoffnung für Ihren Alltag.

Ich lade Sie ein, das Haus Gottes aufzusuchen und Gott zu begegnen. Die Kirche ist offen, sonntags und werktags.

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