Ganz nah dran am Rind

Westernreiter aus ganz Deutschland trafen sich am Wochenende zum "Hohenzollern Classic"-Turnier auf dem Schweitzer Hof in Hechingen und trieben Rinder durch die Arena.

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Sabine Brasche bei der Arbeit mit dem Rind auf ihrem Pferd Peptos Lil Macy.  Foto: 

"Good luck, Cowboy" wird dem Westernreiter hinterher gerufen, wenn er mit seinem Pferd in die Arena reitet, um zu zeigen, was Ross und Reiter so alles mit und ohne Kuh anstellen können. In New Mexico kann es nicht mehr stauben, wenn Rinderherden getrieben werden, als dies am Wochenende in Hechingen der Fall war. Der Schweitzer Hof stand ganz im Zeichen der Rinderarbeit - und das Wetter schuf ein Westernklima wie aus dem Kino.

Der Verein Ranchhorse veranstaltete am Samstag und Sonntag gemeinsam mit Jürgen Pieper und seinem Team auf dem Schweitzer Hof wieder ein ganz besonderes Western-Reitturnier, das "Hohenzollern Classic". Dieses Turnier zählt zum "Cow Horse Cup" und zum "Ranch Horse Cup" Baden-Württemberg, wobei Punkte für die Jahresgesamtwertung erritten werden können.

Für die zahlreichen Zuschauer waren besonders die Disziplinen der "Versatility Ranch Horse" interessant. Sie ist die Vielseitigkeit unter den Westerndisziplinen. In sechs verschiedenen Einzeldisziplinen stellen Pferd und Reiter ihre Alround-Fähigkeit unter Beweis und demonstrieren dabei die Arbeit der Cowboys auf den Ranchen. Dabei geht es bei einer der beiden Rinderdisziplinen beispielsweise darum, ein Rind für eine bestimmte, festgeschriebene Zeit von der Herde fern zu halten.

Um das zu tun, sind in Hechingen am Wochenende durchaus Stars der Szene in die Arena geritten. Patrick Sattler beispielsweise ist Europameister und Deutscher Meister in der Disziplin "Working Cow Horse" und Zweiter der Weltrangliste im "Junior Ranchhorse Versatility Open".

Doch auch Einsteiger zeigten am Samstag ihr Können. "Bei uns geht es sehr familiär zu", berichtet der 2. Vorsitzende des Vereins, André Weber. Zwar reite man durchaus in Konkurrenz und um Punkte, betont Weber, der selbst schon Vize-Weltmeister in der Klasse "Junior Ranchhorse Versatility Open" in den USA wurde. Aber die Anfänger hätten die Möglichkeit, sich bei den Besseren "anzulehnen", sich dies und das abzuschauen und sich Tipps und Tricks zu holen. Da die Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet angereist waren und auf dem Gelände campten, gab es für den Erfahrungsaustausch auch noch abends am Lagerfeuer genug Zeit und Möglichkeiten.

35 Pferde waren am Wochenende für 280 Starts gemeldet, den weitesten Weg hatten die Pferde Docs Royal Gold TS und Shiny Bud der Familie Schürmann, die aus Zülpich in Nordrhein-Westfalen angereist waren. Bequem hatte es dagegen Jürgen Pieper, der Lokalmatador, auf dessen Anlage das Turnier ausgetragen worden ist und der mit seinem Pferd Chic Train ebenfalls an den Start ging.

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