Gänsehaut im Glockenturm

Zwei Katechetinnen und sieben Erstkommunionkinder waren jetzt hoch über den Dächern von Jungingen im Glockenstuhl der Wallfahrtskirche.

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Gänsehaut im Glockenturm? Dieses spannende Erlebnis wurde sieben Kindern, die derzeit Kommunionunterricht von ihren Katechetinnen Martina Kleinmann und Tanja Denkinger erhalten, jetzt gewährt, und die Kinder waren hellauf begeistert.

600 Jahre klingt die Stimme der Bauernglocke durchs Killertal, sie läutete bereits zu Zeiten, als Jungingen noch keine selbstständige Pfarrei war. Dies und manches andere erfuhren die kleinen Besucher zunächst in der Sakristei. Dort den wissbegierigen Buben und Mädchen die elektrische Schaltanlage erklärt. Moritz durfte sogar kurz die Michaelsglocke läuten, die größte und schwerste Glocke, die im Glockenstuhl hängt.

Spannend wurde es, als man im Gänsemarsch die schmalen Holztreppen an meterdicken Mauern vorbei zum Turm emporstieg. Auch die dicken Glockenseile wurden bestaunt, die als Erinnerungsstücke noch im Turm verblieben sind. Manche der Kleinen hatte dann schon etwas Gänsehaut wegen der gewaltigen Höhe, als sie über die Dächer von Jungingen blickten. Dann ging es noch einmal eine Stiege höher, und man befand sich im stählernen Glockenturm mit den sechs Glocken und den riesigen Schalllöchern, durch die der Wind pfiff und die Jacke noch fester zugeknöpft wurden. Woher die Bauernglocke ihren Namen hat, konnte nur vermutet werden. Wahrscheinlich hat sie einst früh am Morgen die Bauern geweckt, zur Mittagszeit gerufen und am Abend das Ende des Tagwerks angekündigt. Die größte, die Michaelsglocke mit ihren 32 Zentnern, wurde besonders bestaunt. Als es 15 Uhr war, schlug der schwere Eisenhammer drei Mal an den Rand der Glocke - und die kleinen Besucher hielten sich flugs die Ohren zu.

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