Für oder gegen Hilfen für Griechenland? So stimmen unsere Bundestagsabgeordneten

Die Stimmung ist erhitzt. Soll es weitere Hilfe für Griechenland geben? Thomas Bareiß, CDU, ist dagegen, Annette Widmann-Mauz, CDU, dafür.

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Namentliche wurde gestern im Deutschen Bundestag über die Aufnahme der Verhandlungen für weitere Griechenland-Hilfen abgestimmt.

Thomas Bareiß, CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, stimmte mit Nein. "Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble haben hart verhandelt. Ich glaube aber nicht mehr an die gemachten griechischen Versprechungen. In den letzten Monaten ist zu viel Vertrauen verloren gegangen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen wie Griechenland das Geld jemals zurückzahlen will."

Sein Nein will Bareiß allerdings nicht als Misstrauensvotum gegen Europa, gegen die Bundeskanzlerin oder den Finanzminister verstanden wissen, vielmehr sei es "ein Misstrauensvotum gegen die politische Führung Griechenlands". Der "vorübergehende Grexit" ist für Bareiß "noch nicht vom Tisch".

Für Verhandlungen hat dagegen die CDU-Bundestagsabgeordnete für Hechingen-Tübingen und Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz, gestimmt. Denn: "Europa ist viel mehr als eine Währungsgemeinschaft. Europa ist eine Werte- und Schicksalsgemeinschaft, die auf den Prinzipien Solidarität und Eigenverantwortung aufbaut."

Das griechische Parlament, so Annette Widmann-Mauz, habe sich in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag für einen harten und schmerzhaften Reformkurs ausgesprochen und erste Schritte eingeleitet. "Das ist die Voraussetzung für weitere Verhandlungen in Europa. Denn die Hilfsprogramme sind nur dann sinnvoll, wenn es um Hilfe zur Selbsthilfe geht."

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