Für die moderne und modebewusste Frau

"Auch wir produzieren noch. Und das sehr erfolgreich." Mit dieser Botschaft wartete gestern, beim ersten Pressetag des Unternehmens Marc Cain, dessen Gründer und Inhaber Helmut Schlotterer auf.

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  • Der Kopf des Unternehmens Marc Cain: Helmut Schlotterer, Gründer, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung. Fotos: Sabine Hegele 1/2
    Der Kopf des Unternehmens Marc Cain: Helmut Schlotterer, Gründer, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung. Fotos: Sabine Hegele
  • In Helmut Schlotterers Büro (links im Bild: Pressechefin Nina Kron) sind die Bildschirme direkt in den langen Arbeitstisch eingelassen. 2/2
    In Helmut Schlotterers Büro (links im Bild: Pressechefin Nina Kron) sind die Bildschirme direkt in den langen Arbeitstisch eingelassen.
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"Berichte über die unhaltbaren Zustände in der Textilproduktion in Bangladesch waren das Initial für dieses Event." Mit diesen Worten hieß der Vorsitzende Geschäftsführer Helmut Schlotterer die lokale Presse in seinem Modeunternehmen Marc Cain in Bodelshausen willkommen. Um sogleich nachzulegen: "Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber mit einem sehr guten Ruf - der noch immer in Deutschland produziert." Die zu verarbeitenden Stoffe und Garne kommen aus Italien. Strickerei, Druckerei und textile Ausrüstung befinden sich am Stammsitz in Bodelshausen. In Partnerbetrieben in Rumänien, Portugal und Ungarn sind über 2000 Mitarbeiter in der Konfektion beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter allein in Deutschland liegt bei über 800.

Stolz machen den Firmengründer und -inhaber Schlotterer Auszeichnungen wie die Verleihung des Forum-Preises für herausragende unternehmerische Leistungen durch das Fachmagazin Textilwirtschaft. In einer ebenfalls von diesem Magazin veröffentlichten Marktstudie zur Imageanalyse verschiedener Modemarken (durch 150 Einzelhändler von 2012) schnitt Marc Cain mit Abstand am besten ab, darf sich also mit Recht die Nummer eins im Premiumbereich nennen.

Das freut den 67-jährigen Firmenchef umso mehr als er weiß: "Ich würde heute, beginnend bei Null, keine Strickerei mehr aufbauen (können). Nicht nur der Kosten wegen, sondern auch mangels Fachkraft und Kompetenz." Zumal das Geschäft Mode in Deutschland nicht weltmarktführend ist. Top Luxusmarken sind italienisch oder französisch - weil sie sich dort besser entwickeln konnten und können.

Marc Cain schreibt dennoch seit vielen Jahren an seiner Erfolgsgeschichte. "Das erste Wunder von Bodelshausen" nennt der kinderlose Helmut Schlotterer (der, obwohl noch ohne Ruhestandspläne, die Zukunft seines Unternehmens bereits über eine soziale Stiftung gesichert hat) die Firmengründung anno 1973 als solche. Als "das zweite Wunder von Bodelshausen" beschreibt er den finanziell geglückten Kraftakt beim Ausscheiden des Bruders aus der Firma - bei zeitgleichen Investitionen in einer Größenordnung von 70 Millionen Euro.

Apropos: Im Geschäftsjahr 2013 verzeichnete Marc Cain gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 13 Prozent auf einen Gesamtumsatz von rund 253 Millionen Euro. Zur weiteren Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit wurden seit 2007 zirka 82 Millionen Euro in die Verwaltung, Produktion, Forschung und Entwicklung investiert. Zurzeit entsteht am Stammsitz in Bodelshausen ein neues Logistikzentrum; für das nächste Frühjahr ist die Inbetriebnahme der Versand- und Lagertechnik geplant. Die Investition beläuft sich auf rund 30 Millionen Euro.

Dass sich Marc Cain sehr erfolgreich am Markt behaupten kann, ist maßgeblich Helmut Schlotterers Verdienst. Dieser Mann, der gerne alle Fäden in der Hand hält, ein Faible für die Architektur hat (was sich am Stammsitz in Bodelshausen offenbart) und "das Geld in der Firma lässt", führte die Pressevertreter abschließend höchst persönlich durch sein imposantes Unternehmen: durch die Produktionsräume und das Labor, durch die Werbe-, die Import- und die Vertriebsabteilung, vorbei an den Arbeitsplätzen der (22) Designer sowie der Modelltechnik.

Zu Stoff gewordene Ideen

Marc Cain versteht seine Mode als Hommage an die moderne Frau. Namensgeber für das Unternehmen war ein Freund des Firmengründers und -inhabers Helmut Schlotterer: "Weil mir Marc Cain besser gefiel als Schlotterer."

Geführt wird das Unternehmen von Helmut Schlotterer als Vorsitzendem der Geschäftsführung sowie drei weiteren Geschäftsführern - fürs Design und die Produktentwicklung zeichnet Karin Veit verantwortlich.

177 Marc-Cain-Stores, 287 Shop-in-Stores, 472 Depotkunden und weitere 1001 gehobene Fachhandelsgeschäfte in 59 Ländern charakterisieren die selektive Distributionsstrategie.

Exklusiv-Stores von Marc Cain sind mittlerweile in 32 Ländern zu finden. Die Exportquote liegt bei über 60 Prozent. Für dieses Jahr stehen weitere 18 Store- (unter anderem in Frankreich, Italien und Australien) sowie zahlreiche Shop-in-Store-Eröffnungen zum Beispiel in Japan, Korea, Kuwait, Russland, Teneriffa oder Zypern bevor.

Weitere Outlets neben dem am Stammsitz und einem weiteren in Berlin wurden jüngst nahe Hamburg, in Holland und in Österreich eröffnet.

SWP

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