Filmnachmittag mit Überraschungen

Nach der schönen Martinsfeier des Kindergartens gab es für die Weilheimer Senioren eine unterhaltsame Zusammenkunft im ehemaligen Schulhaus.

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Infolge Todesfall und Krankheit blieben einige Sitzplätze frei und die Zahl der Teilnehmer sank erstmals unter 40. Gespannt war man auf die Filmvorführungen des früheren Ortsvorstehers Johann Stauß und die angekündigten Überraschungen, denn die Leiterin Gudrun Kanz wartet immer wieder mit etwas Neuem auf.

Mit Blick auf die freien Plätze im Seniorenstammkreis äußerte die Leiterin die Hoffnung, dass dies bei der Nikolausfeier im Dezember wieder anders sein möge. Sie brachte nach der Kaffee-Kuchen-Runde, die nicht fehlen darf, zum Programmauftakt ein Gedicht mit dem Titel "Das Leben ist ein Fußballspiel" mit vielen passenden Vergleichen. Als Überraschung traten Helga Strobel und Irmgard Stauß als Ehepaar in wunderschöner, altertümlicher und doch supermoderner Verkleidung auf und sangen in perfekter Harmonie das bekannte Lied "Mamatschi, schenk mir ein Pferdchen". Helga Strobel beeindruckte besonders als Mann mit Zylinder, Schnurrbart und Fliege. Es folgte Gudrun Kanz mit dem Gedicht "Das Leben gibt, das Leben nimmt" mit vielen Beispielen aus dem menschlichen Alltag und immer wieder sah man Senioren dazu bejahend nicken.

Johann Stauß, erstmals als Tonfilmer in dieser Runde auftretend, zeigte Filme über die Ausflüge in den vergangenen zur Europakapelle, wo die Weilheimer Senioren eine Maiandacht abhielten, zum Wallfahrtsberg Bussen in Oberschwaben und auf die Münsinger Alb zum Ausflugslokal "Albstadl". Jeder konnte sehen, wie lustig und gesanglich voll auf der Höhe die Ausflügler waren. Zuletzt zeigte er noch den letzten Ausflug nach Schwenningen zum Strohpark mit Abschluss im Grottental in Oberdigisheim, wo man das schlechte Wetter vergaß. Beeindruckt war man von der Sangeskunst, besonders bei der Maiandacht. Man hätte meinen können, ein gemischter Seniorenchor sei am Werk.

Nach eineinhalb Stunden Film war wieder die Unterhaltung dran und es gab viel zu erzählen, denn im Film sah man einige Senioren lebhaft, die heute nicht mehr leben.

Es folgte der zweite Auftritt von Helga Strobel und Irmgard Stauß als unglückliches Ehepaar mit dem traurigen, aber schönen Kinderlied "Heitschi bum beitschi bumbum". Wieder erhielten sie großen Applaus und Gudrun Kanz bemerkte, daß man die beiden Darstellerinnen gern öfters sehen möchte - aber nicht so traurig.

Sehr lustig war das Abschlussgedicht von Gudrun Kanz mit dem Titel "Elf Glas Bier", in dem ein Stammgast der Wirtin am Tag nach dem Wirtshausbesuch beichtet, dass er mehr getrunken als bezahlt habe und dies erst am übervollen "Botschammer" gemerkt habe. Das Lachen über den Witz nahm fast kein Ende und man staunte, was die Leiterin der Seniorenrunde immer Lustiges ausgräbt. Ganz zum Schluss sah und hörte man noch die beiden Musiker Hauser und Schetter vom letzen Treffen.

Man spürte bei diesem Treffen, dass sich die Senioren schon auf die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit freuen - in der Hoffnung, dass der Winter nicht allzu hart wird.

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