Farbenreiche Galerie

Vom 9. März bis 17. April stellt die Künstlerin Temenuzhka "Temi" Dikanska-Greber ihre Werke unter dem Titel "Farbenvielfalt" in der Hechinger Rathausgalerie aus. Die Vernissage ist am 6. März um 18.30 Uhr.

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In über 60 Ausstellungen hat die aus Bulgarien stammende und in Schwenningen (Heuberg) lebende und arbeitende Künstlerin ihre Werke im In- und Ausland präsentiert. Vom 9. März bis 17. April sind sie in der Hechingern Rathausgalerie zu besichtigen.

Die Beschäftigung im Kindesalter mit dem Ball oder mit Puppen gehörte für die in Sofia wohnende "Temi" nicht zu ihrer bevorzugten Freizeitbeschäftigung. Viel lieber griff sie zu Pinsel und Farbe. Was Wunder, waren doch beide Elternteile künstlerisch tätig. Früh schon stand für sie fest: "Ich werde Künstlerin." Ihrem Studium der Künste an der Nationalen Akademie der Bildenden Künste in der Hauptstadt schloss sich eine Tätigkeit als Kunstlehrerin an.

Weitere Stationen ihres Werdeganges waren die Mitgliedschaft in der Union bulgarischer Künstler und des Kasseler Künstlerkreises. "Temi" Dikanska-Greber absolvierte Seminare und arbeitete als Leiterin für Malkurse und als Dozentin in Erkelenz. Seit 2012 lebt und arbeitet die Künstlerin mit einer fundierten akademischen Ausbildung auf der Alb. Ihre Werke haben den Weg in viele europäische Länder und in die USA gefunden.

Angefangen hat Temenuzhka Dikanska-Greber ursprünglich mit Wandteppichen, deren Schaffung allerdings zwischen drei und sechs Monaten intensiver Arbeit notwendig machte. Seit längerer Zeit hat sie sich der Malerei verschrieben. Dabei hat es ihr vordringlich die heimische Pflanzenwelt angetan. Diese erfährt nun keine fotorealistische Abbildung, sondern wird immer noch gegenständlich, aber in abstrahierenden Gestaltungsweisen auf die Leinwand gebracht. Sie filtert aus der realen Wahrnehmung das heraus, was ihr gefällt. "Ich nehme mir die Freiheit zu malen, was ich will", ist ihr Credo.

Es entstehen Bilder, meist in Acryl, voller nuancierter Farbenpracht, ausgewogen im Farb- und Formenspiel, im Zusammenwirken von Licht und Schatten. "Mit Farben drücke ich Gefühle, Lebensfreude, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und gleichzeitig die Sehnsucht nach der Natur aus. Jedes der Bilder hat eine Geschichte, hat seine eigene Melodie, ist meine gemalte Poesie", lässt sie die betrachtende Person wissen. Das Spiel der Blätter, das Spiegeln des Sonnenlichtes in den Wassertropfen, die Windungen der Pflanzenranken - eine Signatur der Natur. Die Ideen für ihre Bilder findet sie auf Spaziergängen. Da kann es sein, dass sie auf einem Blatt Papier, einem Umschlag, einer Serviette eine Skizze macht. Oder sie fertigt ein Foto an. "Nicht um etwas abzumalen, sondern lediglich als Gedächtnisstütze", bekennt sie. Wenn "Temi" Dikanska-Greber zu malen anfängt, hat sie zwar eine recht klare Vorstellung, was nachher auf der Leinwand zu sehen sein soll. "Aber das kann sich durchaus während des Malprozesse noch ändern", erklärt sie. Es kann auch vorkommen, dass sie ein halbfertiges Bild wegstellt und erst später, nach Tagen oder Wochen, fertig malt. "Wenn ich male, dann vergesse ich oft alles um mich herum", sagt sie.

Die Vernissage findet am Freitag, 6. März, um 18.30 Uhr in der Hechinger Rathausgalerie statt. Begrüßen wird Bürgermeisterin Dorothea Bachmann. Die Laudatio hält Andreas Fleck, langjähriger Freund und Wegbegleiter von "Temi". Willi Birkle aus Bisingen, selber Kunstschaffender, wird mit Gedichten vertreten sein. Für die musikalische Umrahmung sorgt der Kirchenchor St. Kolumban aus Schwenningen.

Info Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags, jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr, und donnerstags von 14 bis 18 Uhr. An den Sonntagen 15. März und 12. April ist die Ausstellung von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Künstlerin wird an diesen beiden Tagen vor Ort sein.

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