Es mangelt an Männerstimmen

Personelle unterbesetzt ist der Sängerbund Rangendingen im Bereich der Männerstimmen. Sängerwerbung hat für den Vorsitzenden Armin Glatz und Dirigent Michael Binder höchste Priorität.

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Die fleißigen Probenbesucher, die mit Römer-Gläser belohnt wurden. Von 43 Proben ein Mal gefehlt haben: Armin Glatz, Manfred Ritter und Miriam Mönch. Zwei Mal gefehlt haben: Markus Fina, Herbert Müller, Trudi Haug und Anita Grieb (sie fehlt auf dem Foto).  Foto: 

Sängerbund-Chef Armin Glatz hatte in der Hauptversammlung am Samstag viele lobende Worte parat. Gutes sängerisches Können sei bei den vielen Auftritten bewiesen worden, erzählte er. Als bislang einziger Verein vertrat der Sängerbund Rangendingen den Chorverband Zollernalb mit einem Auftritt in einem privaten regionalen Fernsehsender. In Sachen Kooperation "Blasmusik und Chorgesang" habe der Sängerbund eine Vorreiterrolle und Vorbildfunktion eingenommen.

Das Vereinsjahr 2014 sei sowohl gesanglich als auch finanziell zufriedenstellend verlaufen. Trotz fehlender Männerstimmen seien die Auftritte ordentlich gemeistert worden. "Insbesondere die Gewinnung von Männerstimmen müssen wir uns an die Brust heften", sagte Glatz. Aber auch Sängerinnen seien jederzeit willkommen. Zum Jahresende zählte der Verein 275 Mitglieder. 128 von ihnen singen aktiv in den Chören mit.

Aus dem Bericht von Schriftführerin Elke Krebes ging hervor, dass der Verein sieben Bewirtungstermine wahrnahm. Gleich drei Konzerte machten eine intensive Probenarbeit erforderlich: das Frühjahrskonzert, das Gemeinschaftskonzert mit den Jugendblasmusikkapellen aus Rangendingen, Bietenhausen und Höfendorf sowie das Weihnachtskonzert in Kooperation mit dem Kirchenchor. Das Kastanienfest im September zog viele Besucher an. Jugendleiterin Rosa Hautmann berichtete über die Bambini-, Schüler- und Jugendchöre, die mehrere Auftritte und Konzerte erfolgreich hinter sich brachten.

"In der Kasse war richtig was los", stellte Vereinsbuchhalterin Simone Ulrich fest. Unterm Strich verbuchte sie einen Gewinn. Doch auf den Verein kommt in diesem Jahr eine große finanzielle Belastung zu, weil in Sängerkleidung und Inventar für Festveranstaltungen investiert wird. Neue Vereins-Shirts werden angeschafft und die Sängerinnen sollen neue Schals erhalten. Walter Heilig, der die Kasse zusammen mit Michael Wild überprüfte, bescheinigte ein übersichtliches Belegwesen. Simone Ulrich wurde einstimmig entlastet.

Michael Binder dirigiert seit 14 Jahren den Sängerbund. Der Bambini-Chor haben zwei neue Betreuerinnen und Zuwachs bekommen. Allerdings verlaufe hier die Probearbeit etwas schwierig. Binder beklagte den fehlenden Respekt und den hohen Geräuschpegel, was eine effiziente Probenarbeit unmöglich mache. Die Bambini wollen zum Muttertag ein kleines Konzert geben. In den anderen Schüler- und Jugendchören und im Jungen Chor sieht Binder keine Probleme. Positiv: Die intensive Jugendarbeit trägt also Früchte. Auch für Binder hat die Neugewinnung von Männerstimmen oberste Priorität. Ansonsten müsse von vierstimmig auf dreistimmig umgeschwenkt werden. Wer sich gesanglich weiterbilden will, dem empfahl Binder externen privaten Gesangsunterricht zu nehmen.

Manfred Ritten sprach von 43 Proben des gemischten Chors. Die Probenbeteiligung lag bei 75 Prozent.

Bürgermeister Johann Widmaier gratulierte dem Sängerbund zu den hervorragenden Gemeinschaftskonzerten. Das Projekt, ein Rangendinger Liederbuch zu erstellen, müsse angegangen und das Neujahrsansingen im Ort beibehalten werden.

Am 13. Juni will der Sängerbund ein Gemeinschaftskonzert mit dem Chor "Vox Humana" in Rangendingen zum Besten geben. Auch die Kinder- und Jugendchöre sollen mit eingebunden werden. Unter anderem kommen Werke von Udo Jürgens zur Aufführung. Angestrebt ist, am zweiten Weihnachtsfeiertag nach mehrjähriger Pause wieder ein Sängerbund-Theater in der Festhalle aufzuführen. Allerdings sind noch einige Frauenrollen unbesetzt.

Kommt das Theater nicht zustande, soll es am dritten Advent ein Konzert geben.

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