Erddeponie: Prozessauftakt am 20. Januar

Am 20. Januar wird der Prozess um die Hechinger Erddeponie eröffnet. Dem Ex-Betreiber wird eine "besonders schwere Umweltstraftat" vorgeworfen.

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Der Fall, der anonym angezeigt wurde und gut zwei Dutzend Aktenordner füllt, beschäftigt die Polizei und die Staatsanwaltschaft bereits seit zwei Jahren. Letzten Sommer wurde Anklage gegen die ehemalige Betreiberfirma der Erddeponie "Hinter Rieb" erhoben. Nach eingehener Prüfung der Akten, hat die Große Strafkammer des Landgerichts Hechingen jetzt die Eröffnung des Hauptverfahrens beschlossen. Wie gestern bekannt wurde, ist am 20. Januar Prozessauftakt.

Dem ehemaligen Deponiebetreiber wird vorgeworfen, über Jahre hinweg (2007 bis November 2011) unerlaubte, schadstoffbelastete Abfälle auf der Erddeponie eingelagert zu haben. Zur Anklage kommt deshalb eine "besonders schwere Umweltstraftat" in Form des unerlaubten Umgangs mit Abfällen und des unerlaubten Betreibens einer Bauschuttrecyclinganlage (2010 bis September 2012). Außerdem ist ein Mitarbeiter der Firma angeklagt, auf der Deponie "unzureichende Eingangskontrollen" vorgenommen zu haben.

Laut Deponieordnung darf nur unbelasteter Bodenaushub aus Hechingen, Bisingen und Jungingen eingebaut werden. Die Stadt Hechingen, Eigentümerin und seit 1. April 2012 wieder selbst Betreiberin der Erddeponie, hatte sich bislang auf Gutachten berufen, die belegten, dass auf der Deponie entnommene Erdproben "nicht mit Giftstoffen belastet waren".

Der beschuldigte Bauunternehmer weist alle Vorwürfe von sich. Bauschutt sei nur für den notwendigen Wegebau eingesetzt worden. Er sieht sich als Opfer einer Rufmord-Kampagne. An ihm werde ein "Exempel statuiert".

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