Entweder im Amt oder "uf Zell"

Viele wollten dabei sein, als der vormalige Bollemer Ortsvorsteher Peter Beck gestern in der Villa Eugenia von Landrat Günther-Martin Pauli das Bundesverdienstkreuz erhielt: Familie, Freunde, Weggefährten.

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    CDU-Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz assistierte Landrat Günther Martin-Pauli, heftete Peter Beck das Bundesverdienstkreuz an die Brust. Foto: 
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    Karola Beck erhielt einen Blumenstrauß von ihrem Gatten. Foto: 
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    Großer Applaus bei der launigen Rede des Geehrten. Foto: 
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Laut seiner eigenen Zählung war Peter Beck ganze 84 Jahre im Ehrenamt tätig: davon allein 25 Jahre als Bollemer Ortsvorsteher, 20 Jahre als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, aber auch als Vorsitzender des Musikvereins oder Chef des Fördervereins für die Wallfahrtskirche Maria Zell.

Wie unermüdlich er in seinen Ämtern agierte, brachte Bürgermeisterin Dorothea Bachmann eingangs in einer Anekdote auf den Punkt. Habe man früher im Hause Beck die Kinder gefragt, wo denn der Papa sei, dann soll die Antwort stets gelautet haben: ",Uf Zell' oder ,im Amt'", also bei der Wallfahrtskirche oder im Rathaus beschäftigt. Großes Gelächter im Saal.

Die Bürgermeisterin verriet bei der Gelegenheit auch, wer Beck für die hohe Ehrung, die er heute erhalten sollte, vorgeschlagen habe. Nämlich seine Nachfolgerin im Ortsvorsteheramt, Meta Staudt.

Die Laudatio hielt Landrat Günther-Martin Pauli. Wie er hervorhob, habe Beck anderen Menschlichkeit und soziales Engagement vorgelebt. Und er tue das noch immer, etwa als Fördervereinsvorsitzender. Der 73-Jährige sei, so der Landrat, ein Vorbild und habe Großes geleistet - für sein Dorf, aber auch für die Stadt Hechingen.

Bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande bat der Landrat Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz aus der ersten Reihe zu sich nach vorne. Sei sei Vertreterin der CDU-geführten Bundesregierung und es sei nur recht, wenn Beck die Auszeichnung aus ihren Händen erhalte. Nachdem der Beifall verklungen war, überreichte der Landrat gemeinsam mit Bürgermeisterin Dorothea Bachmann zudem ein Gemälde. Das Motiv? Natürlich die Wallfahrtskirche.

Beck selber plauderte anschließend in seiner Rede aus seinem Leben und erntete mehrfach Lacher, wenn er etwa Episoden aus seiner Zeit als Berufssoldat in Stetten am kalten Markt kommentierte. Oder als er erzählte, auf welch burschikose Weise er zu seinem Ortsvorsteheramte kam.

Den Dank der Bürgermeisterin und des Landrats gab Beck bescheiden zurück. Er allein hätte wenig ausrichten können, es habe stets auf die Hilfe von Freunden und Mitstreitern in Verwaltung und Politik zählen können.

Einen eindringlichen Dank sagte er seiner Frau Karola, die von ihm an diesem Abend und bei dieser Gelegenheit auf offener Bühne einen Blumenstrauß erhielt. Nachdem Beck seine kurz gefasste Rede - es war drückend heiß gestern, in der Villa Eugenia - geendet hatte, spielte nochmals ein Quartett des Musikvereins Boll. Dieses Mal das Hohenzollernlied, in das alle rund 80 Anwesenden einstimmten, darunter Becks drei Söhne und fünf Enkelkinder, der CDU-Lantagsabgeordnete Karl-Wilhelm Röhm, der vormalige Bürgermeister Jürgen Weber, Pfarrer Gabriel Maiwald, die Ortsvorsteher-Vorgänger Adolf Bogenschütz und Harry Pruss, die Bankenvertreter Arndt Ständer und Jürgen Ulrich, zwei Angehörige der Royal Rangers, ehemalige Bundeswehrkameraden, zahlreiche Bollemer und noch viele, viele mehr.

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