Elke Schenk holt Bronze

Bei den Württembergischen Hallenmeisterschaften im Bogenschießen hat sich Elke Schenk einen Podestplatz erkämpft. Die Hechingerin, angetreten für die Schützengilde Hechingen, holte Bronze.

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Die Erwartungen der Bogenschützen der Schützengilde Hechingen, die sich für die Württembergische Hallenmeisterschaft qualifiziert hatten, waren auf Grund der guten Trainingsergebnisse groß. Der Austragungsort war die Dreifeldhalle in Ditzingen bei Leonberg.

Da man bereits um 6.30 Uhr losgefahren war, konnten die üblichen Formalitäten - Ausweis-und Startkartenkontrolle, Startnummernausgabe, Überprüfung der Bögen und Pfeile auf Regelkonformität - ohne Zeitdruck erledigt werden. Es war sogar noch Zeit für ein zweites Frühstück, bevor mit dem Einschießen begonnen wurde. Schnell war klar, dass es ein hartes Match für Elke Schenk, Robert Milbli, Hans-Peter Olms, Hans-Werner Runge und Willi Fischer werden würde, denn die ersten Pfeile der Konkurrenten zeigten deutlich, dass das Niveau im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen war.

Wegen der Größenverhältnisse in den Sporthallen wird im Bogensport auf 18 Meter geschossen. Der Zehner auf der Zielscheibe hat gerade mal einen Durchmesser von fünf Zentimetern. Und da sollte man so oft wie möglich hinein treffen. In 20 Durchgängen werden jeweils drei Pfeile geschossen, so dass eine Maximalringzahl von 600 möglich ist. Da die Hechinger die Stilart "Blankbogen" schießen, das heißt ohne Visier, Auszugshilfen und Stabilisatoren, ist die goldene Zehn mit diesen Bögen eine echte Herausforderung.

Nach den ersten 3-er Passen des Wettkampfes wurde bei den Gildeherren bereits eine Platzierung im vorderen Mittelfeld deutlich. Da die Trefferaufnahme elektronisch eingegeben wurde, konnte man auf einem Großbildschirm die jeweilige Rangliste verfolgen, was den mentalen Druck zwar erhöhte, gleichzeitig aber einen zusätzlichen Wettkampfreiz schuf. Elke Schenk wurde den Erwartungen gerecht und hielt sich tapfer auf dem 2. Platz, aber der Abstand zur Erstplatzierten Manja Conrad vom BS Nürtingen wurde von Passe zu Passe größer.

Nach der Halbzeitpause schob sich Hans-Peter Olms kontinuierlich nach vorne und war zeitweise unter den TopTen. Sein Tunnelblick machte deutlich, wie hoch konzentriert er trotz 100 Wettkämpfern und vielen Zuschauern auf der Tribüne war. Auch Robert Milbli und Willibald Fischer schossen kontinuierlich gut. Doch ging der Blick immer wieder zum Bildschirm und dem Ergebnis von Elke Schenk, die zeitweise auf den 3. Rang zurück fiel.

Groß war die Erleichterung nach dem letzten Schuss. Die Herren hatten zwar knapp die Top Ten-Platzierung verpasst, aber Elke Schenk schien Württembergische Vizemeisterin zu sein. Als bei der Siegerehrung Simone Kramer (BS Nürtingen) als Zweitplatzierte genannt wurde, die gar nicht mitgeschossen hatte, war die Verwunderung groß. Schnell wurde aber klar, dass Kramer den Wettkampf mit 481 Ringen vorgeschossen hatte, was in Ausnahmefällen gestattet wird. Damit fiel Elke Schenk mit ihren ausgezeichneten 461 Ringenauf den 3. Platz zurück. Das tat der Freude aber keinen großen Abbruch.

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