Eine starke Gemeinschaft

Es war eine starke Gemeinschaft: Rund 50 Pilger wollten bei der vierten und letzten Etappe auf dem Hohenzollerischen Jakobusweg dabei sein. Von Sigmaringen ging es dieses Mal nach Meßkirch.

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Glückliches Ende einer Pilgerreise: Mit einer Rekordbeteiligung von 50 Teilnehmern endete die letzte von vier Etappen einer Pilgerwanderung auf dem Hohenzollerischen Jakobusweg ab Sigmaringen in der Meßkircher St. Martinskirche. Eingeladen hatte die Hohenzollerische Jakobusgesellschaft aus Hechingen in Zusammenarbeit mit der Burladinger Volkshochschule. Als Pilgerführer fungierte der Vorsitzende des Vereins Horst Bendix (vorne rechts).  Foto: 

Diese Kooperation zwischen der Volkshochschule Burladingen und der Hohenzollerischen Jakobusgesellschaft ist wirklich hoch erfreulich. Die Leiterin der Burladinger Volkshochschule, Mechthild Betz, meinte: "Ich bin sprachlos, so eine tolle Gemeinschaft anzutreffen, das verdient meinen uneingeschränkten Respekt und fordert geradezu auf, weiter zu machen."

Am Sigmaringer Bahnhof war kurze Begrüßung, ehe es am Donaufluss hinausging, wo auf dem Radweg bald Laiz, der Heimatort des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, erreicht wurde. Die Pilger überquerten an der Donaubrücke die Bundesstraße, und durch Wiesen und Felder erreichten sie das ehemalige Kloster Inzigkofen. Durch ein Tor trat man ein in den von hohen Klausurmauern umschlossenen Klostergarten mit seinen Heil- und Kulturpflanzen.

Auf schmalem Waldpfad steuerte man das "Känzele" an, ein exponierter Felsvorsprung mit Weitblick hinaus ins romantische Donautal. Nach diesem kleinen Abstecher führte der Pilgerweg dem Radweg entlang zunächst nach Vilsingen und Engelswies, wo bereits Dr. Wolf Gerhard Frenkel wartete, der den Pilgern die Mater-Dolorosa-Kirche etwas näher vorstellte, mit dem vom berühmten Barockmaler Andreas Meinrad von Au ausgemalten Kuppel- und Gewölberaum.

Frenkel erläuterte fachkundig das Gnadenbild der Schmerzensmutter näher und auch den berühmten Verena- und Schutzengelaltar. Mit tiefen Eindrücken kehrten die Pilger nach einer Trink- und Vesperpause der Mater-Dolorosa-Kirche den Rücken und pilgerten auf dem Verenaweg an Bauernhäusern vorbei nach Meßkirch, der letzten Station.

Über die Fußgängerzone erreichte die große Gruppe die katholische Stadtpfarrkirche St. Martin, die durch den berühmten Barockschmuck hervorstach, den schon Karl-Georg Sauter zu einem Loblied auf die Martinskirche animierte: "Kunnscht Du i unsre Kirche nei, moinscht, d'kämscht ins Himmelszelt." Man schaute sich um und war begeistert über die zahlreichen Kunstwerke, die diese Kirche birgt, und natürlich durfte der Eintrag mit dem Pilgerstempel nicht fehlen.

Hier ging der Pilgerführer noch einmal auf den Jakobustag ein, sprach davon, dass der Apostel Jakobus einer der ersten Jünger war, die Jesus folgten. Mit einer kleinen Mediatation und dem "Großer Gott", vom ältesten Teilnehmer angestimmt, ging eine Pilgerfahrt zu Ende, die sicher unvergessen bleiben wird. Mit dem Segen Gottes und unter Glockengeläut verabschiedeten sich die Pilger schließlich vom grandiosen Gotteshaus - und machten sich schnurstracks zum Hotel "Adler Alte Post" auf, wo bei Trinken und Essen die vier Etappen noch einmal "gegangen" wurden. Die beiden Reisebusse brachten die Pilger in den Abendstunden wieder pünktlich nach Sigmaringen an den Bahnhof zurück, wo man sich verabschiedete mit einem lauten Zuruf: "Auf ein Neues."

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