Reparatur an Brücke kostet überraschend mehr Geld

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  • Die Brückensanierung Hauptstraße/Bahnhofstraße musste ausgeweitet werden. Eine durch Wasser mürbe gewordener Fugenbereich kostet die Gemeinde Jungingen 60 000 Euro. Das Geld war im Haushaltsplan eigentlich für eine andere Maßnahme vorgesehen. 1/3
    Die Brückensanierung Hauptstraße/Bahnhofstraße musste ausgeweitet werden. Eine durch Wasser mürbe gewordener Fugenbereich kostet die Gemeinde Jungingen 60 000 Euro. Das Geld war im Haushaltsplan eigentlich für eine andere Maßnahme vorgesehen. Foto: 
  • Rund zehn Tage muss der frische Beton aushärten. 2/3
    Rund zehn Tage muss der frische Beton aushärten. Foto: 
  • Die neue Filteranlage sitzt an ihrem Platz, eine Decke fehlt noch. 3/3
    Die neue Filteranlage sitzt an ihrem Platz, eine Decke fehlt noch. Foto: 
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Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt Jungingen verlaufen zügig und planmäßig. Von der Sanierung der Brücke Hauptstraße/Bahnhofstraße dachte man das eigentlich auch. Doch wie so oft beim genaueren Hinsehen bei alten Bauwerken zeigte es sich, dass die Konstruktion aus dem Jahr 1950 schadhafter ist als gedacht. Durch eine Fuge drang  über Jahrzehnte Wasser ein  und hat den gesamten Bereich entlang dieser Fuge zermürbt – so stellte es Bauhofleiter Klaus Ritter am Donnerstag dem Junginger Gemeinderat von der technischen Warte aus dar.

Weil die Sanierung der Bundesstraße, in welche die Brücke einmündet, weiterläuft, musste schnell gehandelt werden. Der Fugenbereich wurde vertieft, verbreitert, das Ganze mit Baustahl schwer armiert und mit Beton- aus und übergossen. Aus der Fuge ist so eine Art massiver Träger geworden. Am Donnerstag waren die Arbeiten abgeschlossen, jetzt muss der Beton rund zehn Tage härten. Dann wird, ganz nach Fahrplan der Bundesstraßensanierung, die Straßendecke darüber gezogen.

Keine erfreuliche Sache, wie Bürgermeister Harry Frick meinte. Denn kosten wird dieses unvorhergesehene Gewerk um die 60.000 Euro. Geld, das man im laufenden Haushaltsjahr eigentlich in die Sanierung der Brücke im Unterdorf investieren wollte. Jetzt muss die erst einmal warten Für die Brücke Hauptstraße/Bahnhofstraße waren dieses Jahr ursprünglich 36.000 Euro vorgesehen. Wenigstens, so tröstete Bürgermeister Frick sich und die Räte am Tisch, werde der Spuk bald vorbei sein. Dann sei die Sanierung der Ortsdurchfahrt abgeschlossen.

Decke für die Filteranlage

Weniger dramatisch mutete eine zweite Bausache an, die am Donnerstag besprochen wurde. Es ging um die neue Filteranlage des Junginger Freibades. Sie ist bereits an Stelle der alten in dem Schacht am Fuß des Beckens montiert. Jetzt sollte der offene Schacht – oder Keller – zugedeckelt  werden. Die schnellste und dauerhafteste Lösung wäre es, wie vordem eine Betondecke einzuziehen. Da es bis zur nächsten Sitzung des Gemeinderates noch eine Zeit dauert, bat Bürgermeister Frick das Gremium um die Ermächtigung, dass er – nach der Ausschreibung – die Arbeit umgehend und eigenständig an den günstigsten Anbieter vergeben darf. Das Gremium stimmte dem Vorschlag zu.

Durchgangsverkehr Wie Bürgermeister Harry Frick anhand von Lichtbildern belegte, sind ausreichend eindeutige Schilder aufgestellt, die den Durchgangsverkehr für Laster im Baustellenbereich der Junginger Ortsdurchfahrt untersagen. Wie er ebenfalls anhand von Bildern zeigte, versuchen trotzdem tagtäglich und beständig Brummis ihren Weg durch und um die Baustelle zu finden. Dabei, auch das war zu sehen, geht manche Junginger Ecke zu Bruch. Machen könne man nicht viel, die Gemeinde habe keine Handhabe – und die Polizei anderes zu tun, als dauerhaft zu kontrollieren. Traurig, ärgerlich, frustrierend, aber es sei so. Man müsse, stimmte die Mehrzahl des Gremiums zu, die Zeit bis zur Aufhebung der Baustelle eben irgendwie durchstehen.

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